Kowary
| Kowary | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |||
| Landkreis: | Jelenia Góra | |||
| Fläche: | 37,4 km² | |||
| Geographische Lage: | 50° 48′ N, 15° 49′ O50.815.816666666667Koordinaten: 50° 48′ 0″ N, 15° 49′ 0″ O | |||
| Höhe: | 430 m n.p.m | |||
| Einwohner: | 11.685 (30. Jun. 2012)[1] |
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| Postleitzahl: | 58-530 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 75 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | DJE | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Straße: | Jelenia Góra–Wałbrzych | |||
| Schienenweg: | Jelenia Góra–Kamienna Góra | |||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadtgemeinde | |||
| Einwohner: | 11.685 (30. Jun. 2012)[2] |
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| Gemeindenummer (GUS): | 0206021 | |||
| Verwaltung (Stand: 2007) | ||||
| Bürgermeister: | Mirosław Górecki | |||
| Adresse: | ul. 1 Maja 1 A 58-530 Kowary |
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| Webpräsenz: | www.kowary.pl | |||
Kowary [kɔˈvarɨ] (deutsch Schmiedeberg im Riesengebirge) ist eine Stadt im südwestlichen Polen. Die Stadt ist Teil des Powiat Jeleniogórski in der Woiwodschaft Niederschlesien und liegt am Fuß des Riesengebirges und des Landeshuter Kamms. Kowary gehört der Euroregion Neiße an.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Schmiedeberg wurde erstmals im Jahr 1355 in einer Urkunde erwähnt,[3] als die dicht bewaldete Region im nördlichen Riesengebirge durch deutsche Siedler gerodet wurde.[4] Hinweise zu eine bereits bestehenden älteren Ansiedlung im Zusammenhang mit einem dortigen Erzabbau enthalten Veröffentlichungen zur Geschichte der Stadt aus den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg [5][6], und von Ephraim Ignatius Naso, im 17. Jahrhundert Jurist und Historiker in Schweidnitz, dem heutigen (Świdnica).
Eine Mitteilung zur Ortsgeschichte von Schmiedeberg im Internet durch die heutigen Stadtverwaltung Kowary in Polen besagt, dass im Jahr 1148 Eisenerz in der Gegend des heutigen Kowary / Schmiedeberg gefunden wurde und 1158 auf Geheiß des polnischen Fürsten Bolesław Kędzierzawy abgebaut wurde. Dadurch entstand eine kleine Siedlung in Erbuntertänigkeit, in welcher die Verarbeitung des gewonnenen Eisenerzes durch Eisenhämmer betrieben wurde. Die Siedlung entwickelte sich erfolgreich in Konkurrenz zu dem nicht weit entfernten Hirschberg. Die Bergleute nahmen 1241 an der siegreichen Schlacht bei Wahlstatt gegen die Mongolen und ihre Hilfsvölker teil.[7]
Am 4. September 1513 erhielt Schmiedeberg durch den böhmischen König Vladislav II. das Stadtrecht und die Bestätigung eines Stadtwappens. Neben Breslau und Schweidnitz war Schmiedeberg eines der wichtigsten Zentren der Eisenindustrie des 16. Jahrhunderts in Niederschlesien. Vor allem Feuerwaffen waren ein begehrtes Produkt der ansässigen Handwerker. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt zu großen Teilen vernichtet und die Blütezeit des Ortes beendet. Durch eine Überschwemmung der Erzgrube kam der Bergbau zum Erliegen. Als Lebenserwerb entwickelte sich das Weberhandwerk auf Handwebstühlen.
1741 kam der Ort zusammen mit ganz Schlesien unter die Herrschaft des preußischen Königs Friedrich II. von Hohenzollern. Im 18. und 19. Jahrhundert gab es Versuche, den Bergbau wiederzubeleben.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 hatte Schmiedeberg etwa 4000 Einwohner. Die bis dahin fast ausschließlich deutsche Bevölkerung flüchtete vor oder während der Eroberung der Stadt durch Truppen der Sowjetunion nach Westen oder wurde durch polnische Behörden zum Verlassen des Ortes gezwungen. Neusiedler aus Ostpolen übernahmen deren Besitz. Der Stadtname wurde in die polnische Sprache übersetzt. Neben der Textilindustrie war von 1948 bis 1972 auch der Uranerzabbau von Bedeutung.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Die Orte Krzaczyna (Buschvorwerk), Podgórze (Arnsberg) und Wojków (Hohenwiese) sind eingemeindet worden.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Kapelle der Heiligen Anna
- Spätgotische katholische Pfarrkirche St. Marien am Franziskanerplatz
- Palast der Fürsten von Reuss-Köstritz „Neuhof“ (heute: Nowy Dwór)
- Palais Ruhberg (heute: Ciszyca) und ehemaliger Landschaftspark, bis 1831 Besitz des Fürsten Anton Radziwill
- Klassizistisches Rathaus, 1768–1769 erbaut unter Beteiligung des Landeshuter Baumeisters Carl Gotthard Langhans
- Barocke Steinbrücke mit einer Statue des heiligen Nepomuk
- Miniaturenpark von Marian Piasecki auf dem Gelände der ehemaligen Teppichweberei
Partnerstädte [Bearbeiten]
- Jægerspris (Dänemark)
- Kamień Pomorski (dt.Cammin) (Polen)
- Schönau-Berzdorf (Deutschland)
- Vrchlabí (Czech Republic)
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Martin Fruwein († 1621), einer der aktivsten Teilnehmer des böhmischen Aufstandes von 1618
- Ernst Meister (1887–1939), preußischer Staatsgeologe
- Friedrich-August Schack (1892–1968), General der Infanterie, Ritterkreuzträger
- Lew Hohmann (* 1944), deutscher Filmemacher und Filmwissenschaftler
Weblinks [Bearbeiten]
- Website der Stadt (polnisch, deutsch, englisch)
- „Kowary / Schmiedeberg“
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2012 (PDF). Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 30. Januar 2013.
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2012 (PDF). Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 30. Januar 2013.
- ↑ Hugo Weczerka: Handbuch der historischen Stätten, Schlesien. 2003, ISBN 3-520-31602-1, S. 476
- ↑ Arne Franke: Das schlesische Elysium. 2005, ISBN 3-936168-33-4, S. 6
- ↑ Theodor Eisenmänger: Geschichte der Stadt Schmiedeberg im Riesengebirge. Verlag May Woywod, Breslau 1900, S. 1
- ↑ Hermann Markgraf: Naso, Ephraim Ignatius. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 23, Duncker & Humblot, Leipzig 1886, S. 261.
- ↑ http://www.kowary.pl/pl/miasto Homepage Kowary - Geschichte (polnisch)
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