Willy Zschietzschmann

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Willy Zschietzschmann (* 15. Februar 1900 in Bautzen; † 4. Oktober 1976 in Gießen) war ein deutscher Klassischer Archäologe.

Willy Zschietzschmann studierte Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Vorgeschichte und Klassische Philologie in Kiel, München und Leipzig. 1924 wurde er in Jena mit der Dissertation "Untersuchungen zur Gebärdensprache in der älteren griechischen Kunst" promoviert. 1928/29 erhielt er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. 1932 wurde er in Berlin habilitiert und war anschließend Privatdozent und Assistent an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Forschungsreisen führten ihn in dieser Zeit nach Griechenland, Italien, Ägypten und in den vorderen Orient. Er nahm unter anderem an Ausgrabungen in Pergamon und Athen teil.

Seit 1937 lehrte er Klassische Archäologie an der Universität Gießen, zunächst mit einem Lehrauftrag, dann bis 1945 als außerordentlicher Professor. 1939 konnte er die Lehrsammlung der Universität durch Ankäufe beträchtlich erweitern. Von 1939 bis zur Rückkehr als Schwerverwundeter 1944 stand er im Kriegsdienst. Seiner Umsicht ist es zu verdanken, dass die Sammlung von Originalen den Krieg fast verlustfrei überstand. Nach dem Krieg blieb der Lehrstuhl für Klassische Archäologie in Gießen geschlossen und Zschietzschmann war bis zur Pensionierung 1965 als wissenschaftlicher Rat mit der kommissarischen Verwaltung des Gießener Instituts betraut, danach hatte er bis 1969 einen Lehrauftrag für Griechische Architektur und Topographie. Von 1952 bis 1972 leitete Zschietzschmann zudem die Gießener Volkshochschule. Ebenfalls 1952 wurde er Präsident der Deutsch-Griechischen-Gesellschaft, Sektion Gießen. 1958 führte er Ausgrabungen am Kloster Arnsburg durch.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]