Wolfgang Engler
Wolfgang Engler (* 1952 in Dresden) ist ein Publizist und ein promovierter und habilitierter Soziologe. Seit 2005 ist er Rektor der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, an der er bereits seit 1981 dozierte.
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Leben [Bearbeiten]
Engler studierte zunächst Philosophie an der Humboldt-Universität in Berlin. Nach dem Studium und der Promotion war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR tätig. Seit 1981 ist er Professor für Kultursoziologie und Ästhetik an der Schauspielhochschule „Ernst Busch“ in Berlin, zu deren Rektor er 2005 berufen wurde.
In seinen Beiträgen für Die Zeit, die tageszeitung, die Berliner Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und für die Blätter für deutsche und internationale Politik beschreibt er Lebensformen in Ost und West und unterzieht den Zeitgeist der Moderne einer kritischen Analyse. Seine Ideen und Analysen wirken auf die einen utopisch, auf die anderen visionär.
In seiner Publikation Bürger, ohne Arbeit fordert er die Neuausrichtung der Gesellschaft von einem Recht auf Arbeit zu einem Recht auf Einkommen.
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- 1999: Friedrich-Ebert-Stiftung: „Das politische Buch“ für sein Werk Die Ostdeutschen. Kunde von einem verlorenen Land
- 2000: Deutsche Gesellschaft für Soziologie: „für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie“
Werke [Bearbeiten]
- 1989: Die Konstruktion von Aufrichtigkeit. Zur Geschichte einer verschollenen diskursiven Formation. Verlag der wissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs, Wien, ISBN 3-85369-776-3
- 1992: Die zivilisatorische Lücke. Versuche über den Staatssozialismus. Edition Suhrkamp, ISBN 3-518-11772-6
- 1992: Selbstbilder. Das reflexive Projekt der Wissenssoziologie. Aufbau-Verlag. Berlin, ISBN 3-05-001805-4
- 1995: Die ungewollte Moderne. Edition Suhrkamp, ISBN 3-518-11925-7
- 1999: Die Ostdeutschen. Kunde von einem verlorenen Land. Aufbau-Verlag, Berlin, ISBN 3-7466-8053-0
- 2002: Die Ostdeutschen als Avantgarde. Aufbau-Verlag, Berlin, ISBN 3-351-02545-9
- 2005: Bürger, ohne Arbeit. Für eine radikale Neugestaltung der Gesellschaft. Aufbau-Verlag, Berlin, ISBN 3-351-02590-4
- 2007: Unerhörte Freiheit. Arbeit und Bildung in Zukunft. Aufbau-Verlag, Berlin, ISBN 978-3-351-02656-1
- 2008: Geistige Armut – kulturelle Amnesie. Belville-Verlag, München, ISBN 978-3-936298-74-1
- 2009: Lüge als Prinzip. Aufbau-Verlag, Berlin, ISBN 978-3-351-02709-4
- 2012: Verspielt: Schriften und Gespräche zu Theater und Gesellschaft. Theater der Zeit, Berlin, ISBN 978-3-942449-38-0.
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Wolfgang Engler im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Autorenporträt im Aufbau-Verlag
- Wolfgang Engler: „Die Entmündigung des Bürgers“, Berliner Zeitung vom 19. Februar 2005
- Warnfried Dettling: „Arbeitslosigkeit. Die Politik der Würde“, Rezension von Bürger, ohne Arbeit, Die Zeit vom 8. Oktober 2008
- Lutz Rathenow: „Wolfgang Engler: Die Ostdeutschen als Avantgarde. Essay“, Deutschlandfunk vom 27. Januar 2003
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Engler, Wolfgang |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Soziologe |
| GEBURTSDATUM | 1952 |
| GEBURTSORT | Dresden |