Wolfgang Flür

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Wolfgang Flür als Gast im Deutschlandfunk, 1999

Wolfgang Flür (* 17. Juli 1947 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Musiker. Flür war Schlagzeuger bei der Elektropopgruppe Kraftwerk.

Leben[Bearbeiten]

Wolfgang Flür studierte in Düsseldorf Innenarchitektur. Schon seit seiner Schulzeit hatte er als Schlagzeuger in verschiedenen Amateurbands gespielt, unter anderem zusammen mit Michael Rother bei Spirits of Sound. 1973 wurde Flür festes Mitglied bei Kraftwerk und spielte im Oktober 1973 bei einem Kraftwerk-Auftritt in der ZDF Sendung Aspekte das von ihm selbst entwickelte weltweit erste manuell spielbare Elektroplattenschlagzeug. Dieses wurde von ihm später auf dem Kraftwerk-Album Autobahn eingesetzt, unter anderem bei dem Titel Kometenmelodie 2.

Nach der Veröffentlichung von Electric Café 1986 verließ Flür Kraftwerk. 1993 gründete er Jamo, 1996 in Yamo umbenannt. 1997 kam Time Pie (mit den Mouse on Mars-Musikern Andy Toma und Jan Werner) heraus. Die Singleauskopplungen waren Guiding Ray, Stereomatic und Musica Obscura.

Wolfgang Flür, 2008

Im Herbst 1999 veröffentlichte Flür seine Autobiographie Kraftwerk – Ich war ein Roboter, deren Vertrieb kurz darauf durch seine früheren Kollegen Hütter, Schneider und Schult per gerichtlicher Verfügung untersagt wurde. Mehrere Rechtsstreits führten 2002 zu einer Einigung: 2004 erschien das überarbeitete und um mehrere Kapitel erweiterte Buch mit neuem Titel: Ich war ein ROBOTER – Electric Drummer bei Kraftwerk. 2005 brachte Flür I was A Robot heraus, ausschließlich auf Vinyl; der Titel erreichte Platz 6 der deutschen Club Charts. Im März 2005 sprach Flür beim Deutschen Dance Award die Laudatio für Best Indie Act und überreichte den Preis an die Gruppe Northern Light. Auf derselben Veranstaltung kündigte Flür öffentlich die Versteigerung seiner Elektrospielstäbe, sowie seines roten Kraftwerk-Roboterhemdes zu Gunsten eines Kinderhilfswerkes an.

Seit 2003 tourt Wolfgang Flür mit seinem Programm Yamo Spektakel durch Deutschland. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Lesung, Videoprojektionen und Musikperformances durch die Tänzerin Cindy Gunawan.

Soloveröffentlichungen[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • 1993: Jamo „Little Child“
  • 1997: Yamo „Stereomatic“
  • 1997: Yamo „Guiding Ray“
  • 1997: Yamo „Musica Obscura“
  • 2004: Yamo „I Was A Robot“

Alben[Bearbeiten]

  • 1997: Yamo „Time Pie“

Bücher[Bearbeiten]

  • 1999: „Kraftwerk – Ich war ein Roboter“ (Hannibal)
  • 2004: „Ich war ein ROBOTER – Electric Drummer bei Kraftwerk“ (vgs egmont)
  • 2009: „sonst nichts“ (Edition PaperONE, Leipzig)
  • 2011: „neben mir“ (Schardt Verlag, Oldenburg)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]