Wolfgang Fuchs (Mathematiker)

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Wolfgang Heinrich Johannes Fuchs (* 19. Mai 1915 in München; † 29. April 1997 in Ithaca) war ein deutsch-US-amerikanischer Mathematiker.

Fuchs machte 1933 am Johannesgymnasium in Breslau das Abitur. Danach ging er zum Studium nach Cambridge. Im Jahre 1941 promovierte er dort bei Ingham. Seit 1950 war er Professor an der Cornell University.

Hauptarbeitsgebiet von Fuchs war die Funktionentheorie, insbesondere die Nevanlinnasche Wertverteilungstheorie. Hier lieferte er grundlegende Beiträge, viele davon in gemeinsamen Arbeiten mit Edrei. So charakterisiert der Ellipsensatz von Edrei und Fuchs die möglichen Nevanlinnadefekte zweier Werte für meromorphe Funktionen der Ordnung höchstens 1. Gemeinsam mit Hayman löste Fuchs das Umkehrproblem der Nevanlinna-Theorie für ganze Funktionen. (Für meromorphe Funktionen wurde es später von seinem Schüler Drasin gelöst.)

Fuchs arbeitete aber auch auf anderen Gebieten. So befasste sich eine Arbeit mit Erdős mit einem Problem der additiven Zahlentheorie.

Fuchs war Guggenheim Fellow (1955) und Fulbright-Hays Fellow (1973). Im Jahre 1978 erhielt er den Humboldt-Preis. 1962 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Stockholm (On a conjecture of G. Polya concerning gap series).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]