Wubbo Ockels

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Wubbo Ockels
Wubbo Ockels
Land (Organisation): Niederlande (ESA)
Datum der Auswahl: 18. Mai 1978
Anzahl der Raumflüge: 1
Start erster Raumflug: 30. Oktober 1985
Landung letzter Raumflug: 6. November 1985
Gesamtdauer: 7d 0h 44min
Ausgeschieden: 1986
Raumflüge

Wubbo Johannes Ockels (* 28. März 1946 in Almelo, Niederlande; † 18. Mai 2014 in Amsterdam)[1] war ein niederländischer Physiker und Raumfahrer. Er war der erste niederländische Staatsbürger im Weltall, nachdem ein halbes Jahr zuvor bereits der gebürtige Niederländer Lodewijk van den Berg ins Weltall gestartet war. Dieser war allerdings zum Zeitpunkt seines Raumfluges bereits US-Bürger.

Leben[Bearbeiten]

Ockels studierte Physik und Mathematik und bekam 1973 seinen Master. Von 1973 bis 1978 widmete sich Ockels Forschungen an Elementarteilchen am Teilchenbeschleuniger des Instituts für Kernphysik (KVI) der Universität Groningen und erwarb 1978 einen Doktorgrad in Physik und Mathematik.

Wubbo Ockels (2008)

Im gleichen Jahr wurde Ockels als Teilnehmer an der D1-Mission, einem Gemeinschaftsprojekt der NASA und der ESA, ausgewählt und flog am 30. Oktober 1985 mit dem Space Shuttle Challenger im Rahmen der STS-61-A-Mission für sieben Tage in den Weltraum.

Ab 1992 war Ockels Professor für Luft- und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität Delft. Dort entwickelte er beispielsweise Zugdrachen, die der Energiegewinnung dienen sollten.[2] Ockels war auch außerordentlicher Professor am Institut für Energie und Umwelt (IVEM) der Universität Groningen.

Bei der ESA leitete er das Büro für Bildungsprojekte und war in dieser Funktion auch für die jährlichen Parabelflug-Missionen für Studenten verantwortlich. Außerdem arbeitete er als Berater für das studentische Team Nuon, das wiederholt die World Solar Challenge gewann.[3]

Bereits 2008 war Ockels ein Nierentumor entfernt worden, im Mai 2013 wurde erneut ein Nierenzellkarzinom diagnostiziert. Wubbo Ockels erlag der Erkrankung am 18. Mai 2014 in einem Krankenhaus in Amsterdam.[1]

Ehrungen[Bearbeiten]

Ockels war Offizier des Ordens von Oranien-Nassau und Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.[4] Nach ihm ist der Asteroid (9496) Ockels benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wubbo Ockels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Wubbo Ockels overleden. In: De Telegraaf (online), 18. Mai 2014, abgerufen am 18. Mai 2014.
  2. siehe englische Wikipedia: Laddermill
    „Aerospace for Sustainable Engineering and Technology“ (ASSET), KitePower.eu
    Portrait der Technischen Universität Delft
    Drachen statt Atomkraft: Wubbo Ockels erzeugt mit Lenkdrachen Energie, Nano (3sat) vom 20. August 2010
  3. ESA: Nuna II bricht beim World Solar Challenge alle Rekorde!
  4. ohne Verfasser: Wubbo Ockels, Koninklijke Bibliotheek, abgerufen am 18. Mai 2014.