Yoshito Kishi

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Yoshito Kishi (2002/03)

Yoshito Kishi (* 13. April 1937 in Nagoya, Japan) ist ein ehemaliger Morris Loeb Professor für Chemie an der Harvard University. Er ist bekannt für seine Arbeiten auf dem Gebiet der organischen Synthese und der Totalsynthese von Naturstoffen.

Kishi studierte Chemie an der Universität Nagoya, an der er auch seinen BS und Ph.D. erwarb,[1] sowie eine Assistenzprofessur innehatte.[2] Es folgte ein Postdoc-Aufenthalt an der Harvard University bei Robert B. Woodward. Im Jahr 1974 wurde er Professor für Chemie an der Harvard University; eine Position, die er bis zu seiner Emeritierung 2009 innehatte.

Die Forschungsinteressen von Kishi sind die Synthese von komplexen Naturstoffen. In seiner Arbeitsgruppe wurden unter anderem Synthesen von Palytoxin, Mycoactonen, Halichondrinen, Saxitoxin und Tetrodotoxin entwickelt. Besondere Aufmerksamkeit erhielt er für die Synthese von Palitoxin, die aufgrund der Komplexität des Moleküls mit seinen 64 stereogenen Zentren als eine der größten Leistungen in der chemischen Synthese gilt.[3][4] Kishi ist auch für die Entwicklung von neuen chemischen Reaktionen wie der Nozaki-Hiyama-Kishi-Reaktion bekannt.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Yoshito Kishi, Robert R. Rando: Structural Basis of Protein Kinase C Activation by Tumor Promoters. In: Accounts of Chemical Research. 31, Nr. 4, 1998, S. 163. doi:10.1021/ar9600751.
  2. 岸義人. In: デジタル版 日本人名大辞典+Plus bei kotobank.jp. Abgerufen am 18. Juli 2012 (japanisch).
  3. The way of synthesis: evolution of design and methods for natural products Von Tomáš Hudlický,Josephine W. Reed.
  4. Yoshito Kishi, Department of Chemistry and Chemical Biology, Harvard University
  5. K. Takai, M. Tagashira, T. Kuroda, K. Oshima, K. Utimoto, H. Nozaki: Reactions of alkenylchromium reagents prepared from alkenyl trifluoromethanesulfonates (triflates) with chromium(II) chloride under nickel catalysis. In: Journal of the American Chemical Society. 108, Nr. 19, 1986, S. 6048. doi:10.1021/ja00279a068.