Nagoya

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Nagoya. Für das gleichnamige Lehen siehe Owari (Han).
Nagoya-shi
名古屋市
Nagoya
Geographische Lage in Japan
Nagoya (Japan)
Red pog.svg
Region: Chūbu
Präfektur: Aichi
Koordinaten: 35° 11′ N, 136° 54′ O35.181388888889136.90638888889Koordinaten: 35° 10′ 53″ N, 136° 54′ 23″ O
Basisdaten
Fläche: 326,43 km²
Einwohner: 2.266.830
(1. September 2011)
Bevölkerungsdichte: 6.944 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 23100-2
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Nagoya
Baum: Campherbaum
Blume: Lilien
Lied: Waga Nagoya (Unser Nagoya)
Rathaus
Adresse: Nagoya City Hall
3-1-1, Sannomaru
Naka-ku, Nagoya-shi
Aichi 460-0001
Webadresse: http://www.city.nagoya.jp
Lage Nagoyas in der Präfektur Aichi
Lage Nagoyas in der Präfektur
Nagoya
Klimadiagramm (Erklärung)
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Japan Meteorological Agency
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Nagoya
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Max. Temperatur (°C) 9,0 10,1 13,9 19,9 24,1 27,2 30,8 32,8 28,6 22,8 17,0 11,6 Ø 20,7
Min. Temperatur (°C) 0,8 1,1 4,2 9,6 14,5 19,0 23,0 24,3 20,7 14,1 8,1 3,1 Ø 11,9
Niederschlag (mm) 48,4 65,6 121,8 124,8 156,5 201,0 203,6 126,3 234,4 128,3 79,7 45,0 Σ 1.535,4
Regentage (d) 5,3 6,3 9,3 9,2 10,2 11,7 12,2 7,7 10,5 8,7 6,2 5,5 Σ 102,8
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Nagoya (jap. 名古屋市, -shi) ist eine Großstadt, Hafenstadt und Verwaltungssitz der japanischen Präfektur Aichi auf Honshū am Pazifik (Japan).

Nagoya ist mit 2,2 Mio Einwohnern nach Tokio, Yokohama und Ōsaka viertgrößtes japanisches Industriezentrum und sportlich hauptsächlich durch den Baseballverein Chūnichi Dragons und den Fußballverein Nagoya Grampus Eight bekannt. In der Agglomeration von Nagoya befindet sich der Hauptsitz des Automobilkonzerns Toyota. Der Großraum um Nagoya wird auch Chūkyō (中京, dt. etwa: „zwischen den Hauptstädten“) genannt, in Bezugnahme auf Tokio und die frühere Hauptstadt Kyōto.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Burg Nagoya

Die Stadt war schon im Mittelalter als Handelszentrum und Hauptort der Provinz Owari bekannt. Oda Nobunaga wurde 1534 in der Burg Nagono, Vorgängerin der Burg Nagoya, geboren. 1555 zog er in die Burg von Kiyosu um und verlagerte damit das Machtzentrum in Zentraljapan nach Kiyosu. 1610 wurde die Burg von Nagoya von Tokugawa Ieyasu wieder aufgebaut. Anschließend wurde Nagoya wieder zum eindeutigen Zentrum Owaris. Nachdem die Familie Tokugawa ihre Macht als Shōgun gesichert hatte, gab der erste Shōgun Tokugawa Ieyasu die Stadt Nagoya an seinen Sohn weiter. Von den historischen Bauten überstanden nur wenige den Krieg. Die meisten wurden im Zweiten Weltkrieg am 14./17. Mai 1945 völlig zerstört. Die Burg wurde 1959 wieder aufgebaut. Der Kulturschatz der Tokugawa-Familie wird heute im Tokugawa-Museum (privat) ausgestellt.

[Bearbeiten] Politik und Verwaltung

Rathaus von Nagoya

Bürgermeister von Nagoya ist seit April 2009 der ehemalige demokratische Abgeordnete Takashi Kawamura, der bei einer vorzeitigen Neuwahl im Februar 2011 im Amt bestätigt wurde. Aus Neuwahlen für den 75-köpfigen Stadtrat (Nagoya-shikai) nach erfolgreichem Recall ging am 13. März 2011 Kawamuras Partei Genzei Nippon („Steuersenkung Japan“) mit 28 Mandaten als stärkste Kraft hervor; die Demokratische Partei fiel von 27 auf elf Mandate zurück, die Liberaldemokratische Partei erhielt 19 Sitze, die Kōmeitō zwölf und die Kommunistische Partei Japans fünf.[1]

Aichi und besonders Nagoya galten als Hochburg der Demokratischen Partei, und alle fünf Wahlkreise in Nagoya für das nationale Unterhaus werden wie ganz Aichi seit der Wahl von 2009 von Demokraten repräsentiert.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Nagoya gliedert sich in 16 Stadtbezirke (-ku)

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Kin-Shachihoko Statue an der Burg
  • Nagoya-jō (Burg) – ursprünglich von 1609 bis 1612 gebaut, brannte sie während des Zweiten Weltkrieges fast vollständig nieder und wurde 1959 wiedererrichtet.
  • Fernsehturm
  • Atsuta-jingū (Atsuta-Schrein) – bekannt als der zweit-bedeutendste kaiserliche Schrein Japans. Neben mehr als 4000 archäologischen und historischen Objekten zur Geschichte des Landes beherbergt er Kusanagi no mitsurugi (草薙神剣, dt. „göttliches Schwert von Kusanagi“), eine der drei kaiserlichen Regalien.
  • Tokugawa-Museum
  • Shirotori-Park
  • Higashiyama-Park mit Zoo
  • Hafen
  • Nagoya City Art Museum

[Bearbeiten] Verkehr

Nagoya hat ein aus 6 Linien bestehendes U-Bahn-Netz. Die beiden größten Eisenbahngesellschaften sind JR Central und Nagoya Tetsudō (Meitetsu), bedeutend ist ebenfalls Kinki Nippon Tetsudō (Kintetsu). Der zentrale Eisenbahnknotenpunkt ist der Bahnhof Nagoya mit den JR Central Towers, er gilt als höchstes Bahnhofsgebäude der Welt.

Als Zentrum der Autoindustrie (Toyota) hat Nagoya für japanische Verhältnisse sehr gut ausgebaute Straßen, entsprechend hoch ist der Anteil des privaten Autos am Gesamtverkehr (ca. 70 % gegenüber 30-50 % in anderen japanischen Metropolen). Das Gebiet der Stadt wird vom Nagoya-Autobahnnetz umgeben.

Am 17. Februar 2005 wurde der neue Flughafen Central Japan International Airport, genannt Centrair, auf einer künstlichen Insel im Meer vor der Stadt Tokoname eröffnet, der weitgehend den alten Flughafen Nagoya ersetzt. Der Flughafen wurde anlässlich der Expo 2005 gebaut. Nagoya wird unter anderem von Lufthansa täglich von Frankfurt am Main aus angeflogen.

[Bearbeiten] Bildung

In Nagoya befinden sich die Universität Nagoya und die Städtische Universität Nagoya. Daneben besteht die private Nanzan-Universität, die von den Steyler Missionare gegründet wurde und durch das Center for Japanese Studies (CJS) größere Bekanntheit erlangt hat.

[Bearbeiten] Sport

  • Fußball

Nagoya ist die Heimat des Fußballvereins Nagoya Grampus Eight aus der J. League, dessen Spiele im Mizuho Athletic Stadion ausgetragen werden.

  • Baseball

Nagoya ist die Heimat des Baseballvereins Chūnichi Dragons, dessen Spiele im Nagoya Dome ausgetragen werden.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Partnerstädte

[Bearbeiten] Angrenzende Städte und Gemeinden

[Bearbeiten] Nagoya-Protokoll

Siehe: Nagoya-Protokoll

Das Nagoya-Protokoll ist ein 2010 beschlossenes und noch nicht in Kraft getretenes Abkommen im Rahmen der UN-Konvention über biologische Vielfalt. Es regelt den Zugang zu genetischen Ressourcen und gerechten Vorteilsausgleich.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. NHK News, 13. März 2011: 名古屋市議選 減税日本が第1党

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Nagoya – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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