Zeebrügge
| Brügge, Ortsteil Zeebrügge | |||
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| Staat | Belgien | ||
| Region | Flandern | ||
| Provinz | Westflandern | ||
| Koordinaten | 51° 20′ N, 3° 12′ O51.3330555555563.1997222222222Koordinaten: 51° 20′ N, 3° 12′ O | ||
| Einwohner (Stand) | 3.865 Einw. (2008) | ||
| Postleitzahl | 8380 | ||
| Vorwahl | (0032)(0)50 | ||
| Bürgermeister | Patrick Moenaert | ||
| Webseite | www.brugge.be | ||
Zeebrügge ist eine Ortslage des Stadtteils Lissewege der Stadt Brügge an der Nordsee, Belgien, Provinz Westflandern. Zeebrügge zählt 3865 Einwohner (2008).
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Zeebrügge entstand aus einem Fischerdorf an der Nordsee.[1] 1134 riss eine Sturmflut eine Fahrrinne in die Meeresbucht Zwin, so dass die ca. 15 Kilometer weit im Hinterland liegende Stadt Brügge danach direkten Zugang zur Nordsee hatte. Die Zwin-Zufahrt versandete jedoch ab dem 15. Jahrhundert zusehends und konnte auch mit wasserbaulichen Maßnahmen nicht wieder hergestellt werden.
Etwa um 1870 war Brügge wieder völlig von Landmassen umschlossen. Die in der Stadt entstehende Industrie forderte jedoch zunehmend eine Wiederherstellung der ehemals vorhandenen direkten Nordseeanbindung, um insbesondere den Handel mit England effektiver abwickeln zu können. Ab 1892 begann deshalb der Ausbau des neuen Überseehafens Zeebrügge. Der erste Hafenkomplex wurde 1907 vom belgischen König Leopold II. eingeweiht.
Während des Ersten Weltkriegs wurde Zeebrügge vom Deutschen Reich besetzt und als U-Boot- und Seeflugzeugbasis genutzt. Deswegen planten die Briten 1917 während der Dritten Flandernschlacht einen Vorstoß in Richtung Zeebrügge, der jedoch scheiterte. Am 23. April 1918 unternahm die Royal Navy mit dem Raid gegen Zeebrügge und Ostende einen erfolglosen Angriff auf die Marinebasis, die ihnen im Gegenteil hohe Verluste bescherte. Die Briten feierten die Aktion dennoch als Erfolg, weil ihre versenkten Landungsschiffe zeitweilig die Hafenausfahrt blockierten. Im Oktober 1918 war Zeebrügge erneut heftig umkämpft.[2]
Der Hafen Zeebrügge ist heute der modernste und der zweitgrößte Hafen Belgiens (hinter Antwerpen). Der Hafen gilt auch als einer der modernsten in Europa.
Öffentliche Aufmerksamkeit erlangte Zeebrügge durch die Kenterung der RoRo-Fähre Herald of Free Enterprise am 6. März 1987, bei der 193 Menschen starben.
Beschreibung [Bearbeiten]
Zeebrügge selbst ist in drei Viertel geteilt: das Zentrum, das Bahnhofsviertel und das Strandviertel. Im Zentrum befindet sich ein großer Yachthafen. Das Strandviertel wird auch Bad Zeebrügge genannt.
Bei Zeebrügge liegt der Hafen von Brügge-Zeebrügge, der modernste und zweitgrößte Hafen Belgiens (hinter Antwerpen). Der Hafen gilt auch als einer der modernsten in Europa.
Verkehr [Bearbeiten]
Zeebrügge ist aufgrund seiner geografischen Lage ein bedeutendes Verkehrskreuz für Verkehr aller Art und aus allen Richtungen. Es ist über den Expressweg (Schnellstraße) N31 über Brügge mit den Autobahnen E 40 und E 403 verbunden, und über den N34 mit der Autobahn E 34. Die Kusttram bildet den Bahnanschluss und gewährleistet die Verbindung mit allen belgischen Küstenorten.
Bauwerke und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Kirche
- Boudewijnkanal, ein 12 km langer, für Seeschiffe befahrbarer Kanal zwischen Brügge und Zeebrügge
- Leuchtturm[1]
- ein Nachbarschafts-Haus[3]
- Seafront, ein Maritim-Themenpark
kann besucht und mit einer Hafenrundfahrt verknüpft werden. Der Themenpark macht vor allem die Geschichte im 20. Jahrhundert erlebbar.[4]
Weblinks [Bearbeiten]
- Touristen Information Zeebrugge, niederländisch
- Tourist-Information, deutsch
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Website Zeebrügge mit zwei historischen Fotos unter „Geschichte“
- ↑ Zeebrüggestraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins
- ↑ Buurtwerken (niederländisch)
- ↑ Kurzinfo zum Seafront Themenpark (niederländisch)