Ziggy Marley

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Ziggy Marley
Ziggy Marley
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1][2]
Conscious Party
  US 23 23.04.1988 (42 Wo.)
One Bright Day (and the Melody Makers)
  CH 22 27.08.1989 (4 Wo.)
  US 26 12.08.1989 (18 Wo.)
Jahmekya' (and the Melody Makers)
  CH 24 23.06.1991 (3 Wo.)
  US 63 15.06.1991 (19 Wo.)
Joy and Blues (and the Melody Makers)
  US 178 17.07.1993 (2 Wo.)
Free Like We Want 2 B (and the Melody Makers)
  CH 48 13.08.1995 (3 Wo.)
  US 170 29.07.1995 (5 Wo.)
Dragonfly
  CH 97 01.06.2003 (1 Wo.)
  US 138 03.05.2003 (8 Wo.)
Love Is My Religion
  CH 35 23.07.2006 (7 Wo.)
Family Time
  US 149 23.05.2009 (2 Wo.)
Wild and Free
  CH 83 03.07.2011 (3 Wo.)
  US 152 02.07.2011 (1 Wo.)
Singles[1][2]
Tomorrow People (and the Melody Makers)
  UK 22 11.06.1988 (10 Wo.)
  US 39 14.05.1988 (13 Wo.)
Look Who's Dancing (and the Melody Makers)
  UK 65 23.09.1989 (1 Wo.)
Good Time (and the Melody Makers)
  US 85 21.09.1991 (5 Wo.)
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Ziggy Marley (* 17. Oktober 1968 in Kingston; eigentlich David Nesta Marley) ist ein jamaikanischer Reggaemusiker und Songwriter. Er ist der Sohn von Bob Marley und Rita Marley. Zusammen mit seinen Geschwistern Cedella, Sharon und Stephen bildet er die Band Ziggy Marley and the Melody Makers.

Leben[Bearbeiten]

Karriere[Bearbeiten]

David Nesta Marley wuchs in Trenchtown, einem Stadtteil von Kingston, auf. Dort erhielt er bereits früh durch seinen Vater Gitarren- und Schlagzeugunterricht. Außerdem war er regelmäßig bei den Studioaufnahmen seines Vaters und dessen Band The Wailers dabei. 1979, als er 11 Jahre alt war, nahm sein Vater Bob ihn und seine Geschwister Cedella, Stephen und Sharon mit ins Studio, um den vom Vater geschriebenen Song „Children Playing in the Streets“ aufzunehmen. Diese vier Geschwister gründeten auch die Melody Makers. Sechs Jahre später produzierten sie mit ihrem Plattenlabel EMI ihre erste eigene LP Play the Game Right. Aufgrund der geringen Verkaufszahlen wollte EMI Ziggy Marley als Solokünstler weiter produzieren, so dass 2003 sein erstes Soloalbum Dragonfly erschien. 2006 folgte Love Is My Religion. Ziggy Marley komponierte dafür fast alle Songs selbst und spielte die meisten Instrumente ein.

Am 15. Januar 2013 erschien das Live-Album In Concert, für das er auch Is This Love und War von seinem Vater neu interpretierte.[3] Am 11. April 2014 veröffentlicht er sein fünftes Solo-Studioalbum "Fly Rasta".

Seinen Spitznamen „Ziggy“ bekam David Nesta Marley unmittelbar nach seiner Geburt von seinem Vater Bob Marley. Ziggys verdrehter Fuß erinnerte Bob ans Jonglieren eines Fußballes, was er nach Aussage seiner Frau und seiner Freunde wohl gut beherrschte. Im jamaikanischen Slang riefen sie ihm „Ziggy, Bob, Ziggy!“ zu.[4]

Familie[Bearbeiten]

Ziggy Marley hat drei Geschwister, sieben Halbgeschwister und eine Adoptivschwester. Die bekanntesten sind Cedella und Stephen, Stephanie und Sharon (adoptiert), die mit Ziggy die Band Ziggy Marley & the Melody Makers gründeten, aber auch Damian, Julian, Ky-Mani und Rohan, die mehr oder weniger erfolgreich im Musikbusiness etabliert sind.

Ziggy Marley ist mit Orly Agai Marley, Vizepräsidentin der William Morris Agency verheiratet und hat drei Kinder mit ihr, eine Tochter und zwei Söhne.

Außerdem hat er drei weitere Kinder aus einer früheren Ehe, einen Sohn und zwei Töchter.

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Alben mit den Melodymakers[Bearbeiten]

  • 1985: Play the Game Right
  • 1986: Hey World
  • 1988: Conscious Party
  • 1989: One Bright Day
  • 1991: Jahmekya
  • 1993: Joy and Blues
  • 1995: Free Like We Want 2 B
  • 1997: Fallen Is Babylon
  • 1997: The Best Of (1988–1993)
  • 1998: Reggae is Now
  • 1999: Spirit of Music
  • 2000: Live

Solo-Alben[Bearbeiten]

  • 2003: Dragonfly
  • 2006: Love Is My Religion
  • 2009: Family Time
  • 2011: Wild and Free
  • 2013: In Concert
  • 2014: Fly Rasta

Soundtracks[Bearbeiten]

Ziggy Marleys Songs wurden in einigen Filmen als Soundtrack verwendet. Er sang zusammen mit Sean Paul im Film Große Haie – Kleine Fische den Song seines Vaters Three little Birds und erhielt in der Originalfassung eine Sprechrolle. Auch in dem Film Men at Work aus dem Jahre 1990 hatte er zusammen mit den Melody Makers mit Give a Little Love einen Erfolg. Der Song Drive (Original:The Cars) ist im Film 50 erste Dates zu hören und auch für die Erfolgs-Serie Charmed – Zauberhafte Hexen steuerte er einen Soundtrack bei. 1997 war sein Song „Tipsy Daizy“ in dem Blockbuster Anaconda (Film) zu hören. Sein Song „Love Power“ ist am Ende von Muppets – Die Schatzinsel verwendet worden. Zudem ist sein Song True to Myself in der vierzehnten Folge der achten Staffel von Scrubs – Die Anfänger zu hören.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1989, 1990 sowie 1998 gewann er mit den Melody Makers den Grammy Award für die beste Reggae-Aufnahme. 2007 gewann er mit seinem Album Love Is My Religion in der Kategorie Bestes Reggae-Album seinen ersten Solo-Grammy. Für sein Album Family Time bekam er 2010 den Grammy in der Kategorie „Best Musical Album for Children“. 2012 war „Wild and Free“ in der Kategorie Bestes Reggae-Album nominiert. Das Livealbum In Concert brachte ihm bei den Grammy Awards 2014 einen weiteren Reggaealbum-Grammy.

Weitere Projekte[Bearbeiten]

Ziggy Marley ist Mitglied in weiteren Bands, darunter die Gruppen Brothers Keepers und The Melody Makers.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Er hat in der ersten Staffel der Serie Parker Lewis einen Gastauftritt in der Folge Mikey Randall – Superstar. Er wird auch in anderen Folgen erwähnt da Mikey Randall, ein Freund von Parker, ein großer Ziggy Marley Fan ist.
  • Ziggy Marley entwarf ein T-Shirt für die Anti-Aids-Kampagne von H&M mit dem Aufdruck „Love Is My Religion“.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ziggy Marley – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: CH UK US
  2. a b US-Singles: Joel Whitburn's Top Pop Singles 1955-2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1 / US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  3. Rezension bei Allmusic.com Abgerufen am 18. Januar 2013.
  4. Chris Salewicz, Bob Marley The untold story, S.146