Zimt und Koriander

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Filmdaten
Deutscher Titel Zimt und Koriander
Originaltitel Politiki kouzina
englischsprachiger Titel:
A Touch of Spice
Produktionsland Griechenland
Originalsprache Griechisch, Türkisch, Englisch
Erscheinungsjahr 2003
Länge 103 Minuten
Altersfreigabe FSK ohne Altersbeschränkung
Stab
Regie Tassos Boulmetis
Drehbuch Tassos Boulmetis
Produktion Harry Antonopoulos,
Lily Papadopoulos
Musik Evanthia Reboutsika
Kamera Takis Zervoulakos
Schnitt Yorgos Mavropsaridis
Besetzung

Zimt und Koriander (Originaltitel: Πολίτικη ΚουζίναPolitiki kouzina) ist ein griechischer Film aus dem Jahr 2003 von Regisseur Tassos Boulmetis, der auch das Drehbuch schrieb.

Handlung[Bearbeiten]

Fanis Iakovidis ist ein griechischer Dozent für Astrophysik, der in Athen lebt. Als sein noch in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, lebender Großvater Vassilis erkrankt, erinnert sich Fanis an seine Kindheit, die Vertreibung aus der Türkei, an das Kochen und seine Freundin.

In Rückblenden wird erzählt, wie die griechischstämmige Familie 1959 in Konstantinopel wohnt, 1964 nach Griechenland ausgewiesen wird und in Griechenland alles andere als freundlich aufgenommen wird. In Konstantinopel galten sie als Griechen, in Athen gelten sie nun als Türken.

Der Film zeigt entlang einer Familientragödie mit vielen tragischen, aber auch komischen Momenten, die Problematik des griechisch-türkischen Konfliktes wie der Zypernfrage.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Sowohl im deutschen als auch im englischen Titel geht das Wortspiel des originalen Filmtitels verloren. Der griechische Titel bedeutet in der Schreibweise „πολίτικη κουζίνα“ etwa „Küche Konstantinopels“ (Konstantinopel wird auf Griechisch meist nur als "η Πόλη" = "die Stadt" bezeichnet), in der Schreibweise „πολιτική κουζίνα“ hingegen „politische Kocherei“; phonetisch unterscheiden sich die beiden Varianten nur durch die Betonung.
  • Kinostart in Griechenland war am 24. Oktober 2003. In Deutschland lief der Film ab 28. April 2005 in den Kinos. In Österreich fand die Premiere am 1. Juni 2005 statt.
  • In Österreich lief der Film in Originalfassung mit Untertiteln.
  • Der Film wurde in Kapitel aufgeteilt, die sich „Die Vorspeisen“, „Das Hauptgericht“ und „Die Nachspeisen“ nennen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Der Film leistet Erinnerungsarbeit, ohne revanchistischen Gefühlen Vorschub zu leisten. Gekennzeichnet von feiner Melancholie und humoristischer Leichtigkeit, erzählt er unaufdringlich von Vertreibung und Exil und macht den Schmerz der Heimatlosigkeit spürbar.“

Lexikon des internationalen Films[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Beim Thessaloniki Film Festival 2003 gewann der Film zehn Auszeichnungen.

  • den Greek Competition Award für
    • Best Cinematography – Takis Zervoulakos
    • Best Director – Tassos Boulmetis
    • Best Editing – Yorgos Mavropsaridis
    • Best Fiction Film – Tassos Boulmetis
    • Best Music – Evanthia Reboutsika
    • Best Screenplay – Tassos Boulmetis
    • Best Set Design – Olga Leontiadou
    • Best Sound – Dimitris Athanassopoulos
  • den Audience Award
  • den Greek Union of Film and Television Technicians Award

Der Film wurde als griechischer Wettbewerbsbeitrag für den Oscar 2005 in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film geschickt, wurde jedoch nicht nominiert.

Der Film erhielt beim 4. Nürnberger türkisch-deutschen Filmfestival im Jahr 2005 den „Öngören-Preis“ der Menschenrechte.

Internationales Filmfestival Karlovy Vary 2004: „Variety Critics Choice Award“ als einer der zehn besten europäischen Filme des Jahres.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zimt und Koriander im Lexikon des Internationalen Films