Zollburg

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Die Zollburg Stahleck in Bacharach
Die Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub im Rhein

Eine Zollburg ist eine Burganlage, die im Mittelalter und der Frühen Neuzeit eine Zollstation sichern und überwachen sollte. Sie stand deshalb immer in deren Nähe an wichtigen Fernhandelsstraßen wie zum Beispiel den Alpenpässen oder dem Mittelrhein. Eine solche Burg war meist strategisch günstig an Grenzübergängen, Flussquerungen oder Bergpässen gelegen und verfügte über bewaffnete Wachen. Die eigentliche Zolleinnahmestelle lag zu ihren Füßen an der Straße bzw. dem Fluss und war oft durch Mauern mit der Wehranlage verbunden.

Zollburgen unterstanden dem jeweiligen Landesherrn oder einem von diesem mit der Erhebung des Zolls belehnten oder beauftragen Vasallen oder Ministerialen und nahmen meist auch noch andere administrative und repräsentative Aufgaben wahr, wie zum Beispiel die Burg Stahleck über Bacharach. Es gab jedoch auch reine Zollburgen, wie z. B. Karlsfried oder die im Rhein gelegene Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub, die nur der Erhebung eines Schiffszolls diente.

Literatur[Bearbeiten]