„Hassan Nasrallah“ – Versionsunterschied

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*[http://www.moqawama.org Homepage des Generalsekretär] (arabisch/englisch)
*[http://www.moqawama.org Homepage des Generalsekretär] (arabisch/englisch)
*[http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,427814,00.html Philipp Wittrock: ''"Wir lieben den Tod"'']. (''[[Spiegel online]]''. 20. Juli 2006)
*[http://www.al-shia.de/persoenlichkeiten/hassannasrallah.htm Portrait Sayyid Hassan Nasrallah] - schiitische Website (deutsch)
*[http://www.al-shia.de/persoenlichkeiten/hassannasrallah.htm Portrait Sayyid Hassan Nasrallah] - schiitische Website (deutsch)
* [http://www.tagesspiegel.de/fragen-des-tages/archiv/23.07.2006/2671265.asp Frank Jansen: ''Wer ist Hassan Nasrallah?'']. (''[[Tagesspiegel]]''. 23. Juli 2006)
* [http://www.tagesspiegel.de/fragen-des-tages/archiv/23.07.2006/2671265.asp Frank Jansen: ''Wer ist Hassan Nasrallah?'']. (''[[Tagesspiegel]]''. 23. Juli 2006)

Version vom 28. September 2007, 18:21 Uhr

Datei:Hassan Nasrallah.jpg
Hassan Nasrallah

Hassan Nasrallah (arabisch حسن نصر الله Hasan Nasrallāh; * 31. August 1960 in Beirut) ist seit 1992 Generalsekretär der islamistischen libanesischen Partei und Organisation Hisbollah. Er ist schiitischer Muslim.

Leben

Nasrallah wurde als ältestes von neun Kindern eines Lebensmittelhändlers geboren. Seine Familie stammt aus dem Dorf Bassouriyeh im vorwiegend schiitischen Süden des Libanon. Während des libanesischen Bürgerkrieges musste die Familie Beirut verlassen und an ihren Herkunftsort zurückfliehen. Dort trat Nasrallah der schiitischen Bewegung Amal bei. Noch während des Bürgerkrieges widmete er sich in der Hafenstadt Tyros intensiv dem Studium des Islam, woraufhin ihm der Imam der Hauptmoschee ein Empfehlungsschreiben an Ayatollah Baqir al-Sadr mitgab, einen führenden Geistlichen in Nadschaf, Irak.

Studium der islamischen Theologie

Nach dem Abschluss seiner Gymnasialausbildung ging er 1976 nach Nadschaf, um in der Hawza (islamisch-theologische Lehranstalt auf schiitischer Grundlage) zu studieren. Außerdem studierte er im iranischen Qom. 1978 wurde er, zusammen mit Hunderten von libanesischen Islamisten und Studenten, von der säkulären Baath-Partei aus dem Irak ausgewiesen und kehrte in den Libanon zurück. 1982, nach dem Einmarsch Israels, folgte Nasrallah Sayyid Abbas al-Musawi und trat aus der Amal aus. Er schloss sich einer Organisation von Libanesen und Iranern an, die sich Hisbollah („Partei Gottes“) nennt. Im Frühling 1990 errichtete die Hisbollah eine Armee mit Nasrallah an der Spitze.

Politische Leitung der Hisbollah

Als die israelische Armee im Februar 1992 den Führer der Hisbollah, Sayyid Abbas al-Musawi, dessen Frau und drei Kinder tötete, wurde Nasrallah durch das Zentralkomitee der Hisbollah (madschlis asch-schura) als die neue politische Führungskraft der Hisbollah gewählt. Hadi, eines seiner vier Kinder, wurde 1997 im Kampf gegen Israel getötet. Sein Kommentar war dazu: „Es war gottgegeben, dass Hadi zum 'Märtyrer' wurde.“

Unter Nasrallahs Führung fand die Hisbollah teilweise auch Akzeptanz bei der christlichen Bevölkerung des Libanons. So konnte er zeitweilig weite Teile der libanesischen Gesellschaft, unabhängig von Religion oder Konfession, im Kampf gegen die damalige israelische Besatzungsmacht hinter sich stellen.[1] Er gilt daher als jener Mann, unter dessen Führung die Hisbollah nach langem Guerillakrieg Israel zu der Entscheidung veranlasste, die achtzehn Jahre andauernde Besatzung des Südlibanon durch die israelische Armee im Jahr 2000 zu beenden und sich aus dem Gebiet zurückzuziehen. Ebenfalls unter seiner Initiative erfolgte im Januar 2004 die Übergabe von einem lebenden und drei toten Israelis, woraufhin Israel 23 libanesische und etwa 400 palästinensische Gefangene entließ.

Unmittelbar nachdem zu Beginn des Zweiten Libanonkrieges das Haus Nasrallahs sowie sein Büro in Beirut am 14. Juli 2006 von israelischen Kampfjets bombardiert wurde, drohte er mit einem „offenen Krieg“ gegen Israel.[2]

Porträt

Nasrallah, dessen Name etwa «Sieg Gottes» bedeutet, wird von seinen Anhängern nahezu kultisch verehrt. In der Öffentlichkeit tritt der Generalsekretär der «Partei Gottes» stets in traditioneller schiitischer Kleidung und mit Turban auf. Seine mit großem rhetorischen Talent im Hisbollah-Sender al-Manar und anderen Nachrichtensendern gehaltenen Reden kommen auch bei vielen nicht-schiitischen Arabern gut an. Diplomaten und andere Besucher haben ihn als hochintelligent, scharfsinnig, sehr belesen und humorvoll beschrieben.[3]

Zitate

  • „Wenn irgendein Moslem die Fatwa des Imam Chomeini gegen den Gotteslästerer Salman Rushdie in die Tat umgesetzt hätte, dann hätten sich jene verachtenswürdigen Leute nicht getraut, den Propheten Mohammed zu beleidigen - weder in Dänemark, noch in Norwegen, noch in Frankreich..“ (Hassan Nasrallah: [4])
  • „Wenn Hassan Nasrallah getötet wird, ist das ein Desaster für die westliche Welt. Dann wird die Hisbollah in Splittergruppen zerbrechen, die sich gegenseitig bekämpfen, dann ist alles möglich, auch ein Bürgerkrieg. Sollte Nasrallah umkommen, wird uns das früher oder später sehr Leid tun. Und selbst die Israelis werden ihn irgendwann vermissen.“ (Timur Göksel: Berater der Unifil-Truppen im Süd-Libanon[5])

Verweise

Quellen

  1. The Christian Science Monitor: Israeli strikes may boost Hizbullah base 28. Juli 2006
  2. Israel: Hisbollah-Chef im Visier. Badische Zeitung, 18. Juli 2006
  3. Kölner Stadt-Anzeiger: "Porträt: Scheich Nasrallah" 24. Juli 2006
  4. [1].
  5. Ulrike Putz: Unifil-Berater: ‚Jeder Kampftag ist ein Sieg für die Hisbollah‘. Spiegel Online, 27. Juli 2006

Weblinks