Ärzte gegen Tierversuche

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Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Logo des Vereins Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Rechtsform NGO
Gründung 1979
Sitz Goethestr. 6–8, 51143 Köln
Personen L. Braun, C. Gericke, E.K. Bee
Aktionsraum Medizinische Forschung
Schwerpunkt Tierversuche
Methode Öffentlichkeitsarbeit
Forschungsförderung
Motto Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!
Website aerzte-gegen-tierversuche.de/

Ärzte gegen Tierversuche e.V. ist ein Verein mit Sitz in Köln,[1] der sich unter dem Motto „Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ aus ethischen, medizinischen und wissenschaftlichen Gründen für die Abschaffung von Tierversuchen einsetzt.

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation wurde im Jahr 1979 von dem Neurologen-Ehepaar Margot und Herbert Stiller sowie weiteren Medizinern in Hamburg gegründet.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vereinigung gehören nach eigenen Angaben rund 2.300 Mitglieder an, zu denen insbesondere Ärzte und Tierärzte sowie im medizinischen Bereich tätige Psychologen und Naturwissenschaftler zählen. Sie arbeitet unabhängig von den Interessen der Pharmaindustrie und Universitäten und finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.[2]

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation hält Achtung und Ehrfurcht vor dem Leben für das höchste Gebot menschlichen und insbesondere ärztlichen und wissenschaftlichen Handelns und setzt sich entsprechend für eine Medizin ohne Tierversuche ein. Nach ihrer Auffassung sind Tierversuche überflüssig, da sich die „Ergebnisse von Tierexperimenten sich nicht mit der nötigen Sicherheit auf den Menschen übertragen“ lassen. Zudem konnte „durch umfangreiche Studien mit kranken und gesunden Menschen [eindeutig gezeigt werden], dass die heutigen Zivilisationskrankheiten vor allem durch Faktoren wie Rauchen, Alkoholmissbrauch, falsche Ernährung, Stress, mangelnde Bewegung usw. bedingt sind“.[3]

Der Verein strebt zum Einen die Prävention und Ursachenforschung von Krankheiten an und zum Anderen den Einsatz tierversuchsfreier Forschungsmethoden, z. B. mit Zellkulturen, Multiorganchips, Computersimulationen usw.[4]

Methoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Öffentlichkeitsarbeit[5]
    • Information und Aufklärung der Öffentlichkeit durch Schriften, Stellungnahmen, Medienarbeit usw.
    • Kampagnen und Aktionen
  • Internet-Datenbank datenbank-tierversuche.de
    • Bereitstellung von Zusammenfassungen von in Deutschland durchgeführten Experimenten, um der Öffentlichkeit einen Einblick in die tierexperimentelle Forschung zu ermöglichen
  • Osteuropa-Projekte
    • Ausstattung von Universitäten in Osteuropa mit tierversuchsfreien Lehrmaterialien
  • Jugendprojekte
    • Unterrichtsmaterialien
    • Webseite Harry hilft Tieren

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Verein wird vereinzelt mangelnde Nähe zu Akteuren der medizinischen Forschung und zu geringe Sachkunde vorgeworfen. Unter anderem wird der Verein dafür kritisiert, Tierversuche durch Zellkulturen und Computermodelle zu ersetzen, da diese komplexe biologische Prozesse nur unzureichend nachbilden könnten und daher zur Erforschung längerer Wirkungsketten unzureichend seien. [6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Satzung (PDF)
  2. Jahresbericht 2016 (PDF-Datei; 981 kB), S. 14, abgerufen am 14. August 2017.
  3. Grundsatzerklärung, abgerufen am 18. Februar 2015.
  4. Vereinsportrait, abgerufen am 18. Februar 2015.
  5. Werben für andere Forschungsmethoden. auf tagblatt.de, abgerufen am 24. Dezember 2011.
  6. http://www.faz.net/aktuell/wissen/max-planck-institut-stellt-tierversuche-an-affen-ein-14590250.html