-in

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-in ist eine deutsche Endung mit unterschiedlichen Bedeutungen und Gebrauchsformen.

In Ortsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsnamen auf -in mit Endsilbenbetonung sind aus unterschiedlichen slawischen Ortsnamentypen entstanden.[1]

  • aus Personennamen gebildete Ortsnamen auf -in oder -yn
    • Boitin (in Mecklenburg), entstanden aus *Bytyn, wobei der Asterisk (*) bedeutet, dass diese Form nicht überliefert ist, sondern durch Vergleich rekonstruiert wurde.
    • Növenthin (im Wendland) < *Novętin
    • Eutin < Utin
  • appellativische Ortsnamen
    • Gollin (im Kreis Templin) < *Goldin
    • Schwerin (in Mecklenburg, Pommern und der Grenzmark) < *Zvěrin
  • Naturnamen auf -ina
    • Klötzin (in den Kreisen Oldenburg und Belgard) < *Kľučina
  • Neutrumsformen auf -ino und -yno
    • Gnewin (im Kreis Lauenburg, Pommern) < *Gněvino
  • appellativische Ortsnamen auf -en bzw. ursprünglich -eń
    • Kammin (im Kreis Wismar) und Camin (im Kreis Hagenow) < *Kameń[1]

In anderen Wörtern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: -in – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Walter Kaestner, Niederdeutsch-slavische Interferenzen; in: Handbuch zur niederdeutschen Sprach- und Literaturwissenschaft, hrsg. von Gerhard Cordes und Dieter Möhn, Berlin 1983, ISBN 3-503-01645-7, S. 678–729; S. 707–708 = Abschnitt 3.1.2.2
  2. -ine4. In: Lexico. Abgerufen am 24. November 2019.