24 cm kanon vz. 16

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24 cm kanon vz. 16


Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung: 24 cm kanon vz. 16 und Schwere 24-cm-Kanone (t)
Hersteller Bezeichnung: 24 cm kanon vz. 16
Herstellerland: Österreich-Ungarn
Entwickler/Hersteller: Skoda, Plzeň
Produktionszeit: 1916 bis 1918
Stückzahl: 8
Technische Daten
Rohrlänge: 9,6 m
Kaliber:

24 cm

Kaliberlänge: L/40
Kadenz: 1 Schuss/min
Höhenrichtbereich: −5° bis +41°30' Winkelgrad
Seitenrichtbereich: 360°

Die 24 cm kanon vz. 16 war eine Kanone, die von der k. u. k. Armee im Ersten Weltkrieg, vom tschechoslowakischen Heer in der Zwischenkriegszeit und als Beutewaffe von der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg genutzt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Das seit 1916 von Škoda in Plzeň gebaute Geschütz wurde im Ersten Weltkrieg vom österreichisch-ungarischen Heer eingesetzt. Die Kanone hatte die gleiche Lafette wie der ebenfalls von Skoda hergestellte 30,5-cm-Mörser(t).

In der Zwischenkriegszeit wurden die acht gebauten Kanonen unter den Nachfolgestaaten der Doppelmonarchie aufgeteilt, wobei der größte Teil zur neu entstandenen Tschechoslowakei kam.

Nach der Zerschlagung der Rest-Tschechei durch die deutsche Wehrmacht im März 1939 wurden sie unter der Bezeichnung 24-cm-Kanone(t) übernommen und nach dem erfolgreichen Westfeldzug am Cap Gris-Nez zur Vorbereitung des Unternehmens Seelöwe und zur Bekämpfung britischer Konvois im Kanal eingesetzt. Anfang März 1941 wurden die Geschütze dann ausgebaut, die II./AR 84, bei der sie eingesetzt waren, wurde im Eisenbahntransport nach Heilsberg/Ostpreußen verlegt. Mitte Juni 1941 bezog die Abteilung bei Wirballen (Warten) im ostpreußischen Kreis Niederung ihre Ausgangsstellung für das Unternehmen Barbarossa. Im September 1941 erreichten die Batterien das Vorfeld von Leningrad. Zunächst von Stellungen vor Kronstadt und später in der Nähe des Zarenschlosses Peterhof waren sie bis 1944 dort im Einsatz. (Leningrader Blockade) Beim Rückzug 1944 gingen die meisten Geschütze verloren, die letzten beiden wurden am 9. Mai 1945 im Kurland-Kessel gesprengt.

Die Lebensdauer eines Rohres, das 198 Kilogramm schwere Geschosse verschoss, betrug ungefähr 1000 Schuss.

Literatur[Bearbeiten]

  • Terry Gander, Peter Chamberlain: Enzyklopädie deutscher Waffen 1939–1945. 2. Auflage. Spezialausgabe, Motorbuchverlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02481-0.
  • Fleischer, Wolfgang. Schwere 24-cm-Kanone : Entwicklung und Einsätze 1916-1945. Waffen-Arsenal No. 138. Friedberg: Podzun-Pallas-Verl. 1992 ISBN 3-7909-0451-1