Canon antichar de 47 mm modèle 1937

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Canon antichar de 47 mm modèle 1937


Canon AC de 47 - im Panzermuseum Saumur

Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung: Canon antichar de 47 mm modèle 1937
Herstellerland: Frankreich
Entwickler/Hersteller: Atelier de Puteaux
Entwicklungsjahr: 1936
Produktionszeit: Januar 1939 bis Juni 1940
Stückzahl: 1268
Waffenkategorie: Panzerabwehrkanone
Mannschaft: 5 Soldaten
Technische Daten
Gesamtlänge: 3,95 m
Kaliber:

4,7 cm

Kadenz: 15 - 20 Schuss/min
Höhenrichtbereich: −13° bis +16° Winkelgrad
Seitenrichtbereich: 68°
Ausstattung
Munitionszufuhr: Manuell

Die Canon antichar de 47 mm modèle 1937[1] war eine Panzerabwehrkanone der französischen Artillerie während des Zweiten Weltkrieges.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Panzerabwehrgeschütz stammte von der „Canon de 47 mm de marine modèle 1885“ ab, aus dem nach einer Modernisierung die „Canon de 47 mm AC modèle 1934“ der Infanterie wurde. Nachdem das Geschütz von der Infanterie zugunsten der beweglicheren canon antichar de 25 mm Hotchkiss, aufgegeben worden war, übernahm es die Artillerie und verbesserte es ab Dezember 1936 zum "matériel de 47 modèle 1937"[2].

Ihre hohe Qualität in Ballistik und Durchschlagskraft machten sie zu einer der leistungsfähigsten Kanonen ihrer Zeit. Sie besaß die Fähigkeit, alle zu diesem Zeitpunkt eingesetzten Panzer zu zerstören.

Die hohe Mündungsgeschwindigkeit führte jedoch zu einem vorschnellen Verschleiß des Rohres, was dazu zwang daß man ab 1938 eine Veränderung einführen musste, die den Austausch des Rohres erleichterte.[3].

Munition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die panzerbrechende Munition „Projectile de 47 mm perforant (47X380R) modèle 1936“ hatte pro Granate ein Gewicht von 1,726 kg und verließ das Rohr mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 855 m/s. Der Durchschlag durch Panzerstahl betrug bei einem Auftreffwinkel von 0°:

106 mm auf eine Entfernung von 100 Metern
89 mm auf eine Entfernung von 500 Metern
72 mm auf eine Entfernung von 1000 Metern
57 mm auf eine Entfernung von 1500 Metern

Die maximale Schussweite lag bei 6500 Metern.

Spätere Versuche, die von der Wehrmacht durchgeführt wurden ergaben einen Durchschlag durch Panzerstahl bei einem Auftreffwinkel von 30°:

57 mm auf eine Entfernung von 100 Metern
50 mm auf eine Entfernung von 500 Metern
42 mm auf eine Entfernung von 1000 Metern
36 mm auf eine Entfernung von 1500 Metern

Damit lag die Leistung der Kanone dicht an denen der 5-cm-PaK 38.

Produktion und Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herstellung der Kanonenrohre wurde vom Arsenal de Bourges, die Lafetten bei Salmson, im Arsenal de Roanne, bei Delaunay-Belleville und bei Alstom hergestellt. Die Serienproduktion begann im Januar 1939 und endete im Juni 1940. Insgesamt waren 1268 Geschütze produziert und 159 Batterien ausgerüstet worden.

Für das Geschütz und Munitionswagen wurden hauptsächlich Pferdegespanne eingesetzt. Die Kanone wurde vierspännig gefahren, so wie die 75 mm Feldkanone. Wie die Umstände es erlaubten wurden die Batterien mechanisiert und mit den leichten Zugmaschinen Citroën-Kégresse P17E ausgestattet. 75 Batterien erhielten den Lkw Laffly W 15 T als Zugfahrzeug. Weitere 70 Geschütze wurden in die Radpanzer „Laffly W 15 T“ eingebaut. Diese gehörten zu den motorisierten Panzerabwehrbatterien.

Insgesamt übernahm das deutsche Heer 823 PaK 181(f) und gliederte sie in die Panzerjägerkompanien der Infanterieregimenter ein.[4]

Eine unbekannte Anzahl dieser Geschütze wurden auf den Gleiskettenschlepper Lorraine 37L montiert. Das Fahrzeug hatte die Bezeichnung „Panzerjäger-BehelfsSFL 4,7 cm Pak 181 (f)“ bzw. 183 (f).

Weitere technische Angaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herstellerbezeichnung : 47 mm APX
Gesamthöhe : 1,21 m
Gewicht in Feuerstellung : 1050 kg
Gewicht in Fahrstellung : 1090 kg
Rohrlänge : 2,35 m
Kaliberlänge : L/53
Effektive Kampfentfernung : 1000 m
Maximale Schussweite : 6500 m
Fallkeilverschluss

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

47 mm SA 39 TAZ – eine Variante auf einer Dreibeinlafette, mit 360° seitlichem Schwenkbereich, die allerdings nur als Prototyp produziert wurde.

Literatur und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ferrard, Stéphane: France 1940 l'armement terrestre, ETAI, 1998, ISBN 2-7268-8380-X
  • Terry Gander, Peter Chamberlain: Enzyklopädie deutscher Waffen 1939–1945, Motorbuchverlag, 2005, ISBN 3-613-02481-0
  • Wolfgang Fleischer, Richard Eiermann: Die deutsche Panzerjägertruppe 1935–1945, Podzun-Pallas Verlag, 1998, ISBN 3-7909-0613-1
  • N° 82 de la revue Histoire de Guerre, blindés & matériel, article Un tueur sur la brèche, le matériel de 47 antichar modèle 1937.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 47 mm APX anti-tank gun – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Firmeninterne Bezeichnung des Entwicklers Atelier de Puteaux : 47 mm APX
  2. In GBM n° 82, page 8.
  3. In GBM n° 82, page 9.
  4. Wolfgang Fleischer, Richard Eiermann, S. 54