A2DP

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

A2DP (Advanced Audio Distribution Profile) ist eine herstellerübergreifende Technik, die es erlaubt, Stereo-Audio-Signale drahtlos via Bluetooth an ein entsprechendes Empfangsgerät zu senden. Man unterscheidet zwischen:

  • Quellen (Sender) (A2DP-SRC: Advanced Audio Distribution Source) und
  • Senken (Empfänger) (A2DP-SNK: Advanced Audio Distribution Sink).

Eine Quelle kann beispielsweise ein Bluetooth-Mobiltelefon sein, das Audio-Signale an ein Bluetooth-Headset oder an ein Autoradio (Empfänger) sendet.

Das erlaubte Übertragungsformat der Audiodateien wird dabei in der A2DP-Spezifikation definiert. Zwingend notwendig definiert A2DP den sogenannten SBC-Codec zum Übertragen der Audiodaten. MP3 ist ein optional unterstützter Codec, ebenso wie AAC und aptX. Geräte transportieren aus diesem Grunde die Daten meist im SBC-Format.

Häufig wird dieses Profil gemeinsam mit AVRCP eingesetzt, um die Quelle fernsteuern zu können.

Unterstützung durch Betriebssysteme (nur Quelle, nicht Senke)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das A2DP-Protokoll wird ab Windows 8 und neuer nativ unterstützt.
  • Auf dem Mac wird A2DP seit Mac OS X Leopard nativ unterstützt. Zur Übertragung sind neben SBC auch AAC und aptX möglich.
  • Android unterstützt A2DP seit Version 1.5.
  • iPhone und iPad unterstützen ab Betriebssystemversion iOS 3.0 A2DP.[1][2] Unterstützt werden SBC und AAC.
  • Auch Windows Phone 7 unterstützt Advanced Audio Distribution Profile A2DP 1.2 + AVRCP 1.3.[3]
  • Ebenso unterstützt Nokia in vielen seiner Geräte mit dem hauseigenen Betriebssystem Symbian den Verbindungsstandard A2DP.

Qualität der Audio-Übertragung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

A2DP-Quellen müssen laut Standard lediglich die verlustbehaftete SBC-Kodierung unterstützen, die lizenzfrei eingesetzt werden kann. Daher scheuen viele Gerätehersteller die zusätzliche Unterstützung des MP3-, AAC- oder AptX-Formats, da sie hierfür Lizenzgebühren zahlen müssten. Als direkte Folge muss die auf dem sendenden Gerät meist in komprimierter Form gespeicherte Musik des Nutzers zuerst dekomprimiert und danach mit dem SBC-Algorithmus erneut für die Bluetooth-Übertragung verlustbehaftet komprimiert werden. Dies kann in der Theorie einen Verlust in der Klangqualität (Generationsverlust) mit sich bringen. Die mögliche Bitrate der SBC-Codierung ist mit bis zu 345 kBit/s jedoch sehr hoch, so dass der Verlust bei Geräten, die diese auch nutzen, im nicht mehr hörbaren Bereich liegt.[4] Bei Verwendung des bislang nur von wenigen Geräten unterstützten AptX-Codecs ist die Qualität laut Hersteller[5] der CD ebenbürtig.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Apple iPhone OS 3.0 shines fresh light (and enmity) on A2DP Stereo Bluetooth. (Memento des Originals vom 4. November 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wirelessaudioblog.com Wireless Audio Blog, 25. Juni 2009
  2. Bluetooth Accessory Design Guidelines for Apple Products (PDF; 279 kB)
  3. Von Windows Phone unterstützte Bluetooth-Profile. microsoft.com Artikel-ID: 2449475 4. Oktober 2011
  4. SoundExpert - Results Encoders 320+ kbit/s. Abgerufen am 8. Juni 2013.
  5. AptX-Produktseite des Herstellers. Abgerufen am 8. Februar 2015.