Aleph (Bibliothekssoftware)

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Das Automated Library Expandable Program, kurz Aleph (das h steht für die Hebräische Universität Jerusalem), ist ein von der israelischen Ex Libris Group vertriebenes integriertes Bibliothekssystem. Für kleinere Bibliotheken ist unter dem Namen Alephino eine schlankere Version von Aleph 500 auf dem Markt.

Die Software Aleph verfügt über fünf Module. Je eines dient der Katalogisierung, der Erwerbung, der Ausleihe und der Fernleihe. Über das fünfte Modul wird die technische Administration durchgeführt.

Aleph 500 basiert auf einer Oracle-Datenbank und verfügt über eine XML-Schnittstelle. Dem System liegt eine mehrschichtige Client-Server-Struktur zugrunde. Die ursprünglich nur zweisprachige, hebräisch-englische Benutzeroberfläche unterstützt mittlerweile durch Integration von Unicode zwanzig verschiedene Sprachen mit deren spezifischen Schriften und Schriftrichtungen.

Geschichte[Bearbeiten]

Aleph wurde seit den 1970er-Jahren an der Hebräischen Universität Jerusalem auf der Grundlage des von der Universitätsbibliothek Dortmund in Zusammenarbeit mit IBM erarbeiteten Datenverarbeitungssystems DOBIS entwickelt und in der Version Aleph 100 Anfang der 1980er-Jahre in Betrieb genommen. Der seit 1995 entwickelte vierte Nachfolger Aleph 500, der 1997 zuerst von der Universität Gent eingesetzt wurde, und dessen jüngste Version mit der Versionsnummer 20 für 2009 angekündigt ist, konnte sich als eines der international führenden Bibliotheksverwaltungssysteme etablieren[1] und wurde nach Angaben des Herstellers 2008 von weltweit rund 2250 Institutionen verwendet.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marshall Breeding: Investing in The Future: Automation Marketplace 2009. In: Library Journal Nr. 6, 2009
  2. ExLibris Press Release, 23. Oktober 2008