ARD Retro

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Schriftzug

ARD Retro ist ein gemeinsames Archivprojekt der ARD-Landesrundfunkanstalten und des Deutschen Rundfunkarchivs (DRA). Das Projekt wurde zum UNESCO Welttag des Audiovisuellen Erbes am 27. Oktober 2020 in der ARD Mediathek gestartet und bietet tausende Fernsehbeiträge aus den 1950er und 1960er Jahren an, die einen „Einblick in die frühe Fernsehberichterstattung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR“ geben sollen.[1]

Angebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Archivprojekt ARD Retro stellt zahlreiche Sendungen und Beiträge der (ehemaligen) ARD-Landesrundfunkanstalten sowie des Deutschen Fernsehfunks (DFF) in der ARD Mediathek zur Verfügung, die in den 1950er und 1960er Jahren ausgestrahlt wurden. Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen bisher (Stand 2020) nur Fernsehbeiträge bis 1965 zur Verfügung stehen, da zum 1. Januar 1966 das deutsche Urheberrechtsgesetz in Kraft trat. Zukünftig sollen auch Videobeiträge angeboten werden, die nach 1965 produziert und ausgestrahlt wurden. Diese müssen aber einzeln rechtlich geprüft werden.[1][2]

Das Projekt startete mit etwa 9000 Videobeiträgen und soll in Zukunft rund 40.000 Videobeiträge anbieten. Dabei handelt es sich um Eigen- oder Auftragsproduktionen, die in Das Erste, den dritten Fernsehprogrammen der ARD oder im DFF ausgestrahlt wurden. Enthalten ist darin ein großer Bestand an regionalen Nachrichtenbeiträgen und regionale Sportberichterstattung, sowie Dokumentationen, Reportagen und Unterhaltungs- und Bildungsformate.[2][3]

Die Beiträge können zentral über die ARD Mediathek abgerufen werden. Beiträge und Sendungen aus den einzelnen Sendegebieten werden separat im jeweiligen Retro-Channel der Landesrundfunkanstalten gebündelt. So sind Sendungen und Beiträge aus Berlin und Brandenburg im Retro-Channel „rbb Retro“ des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) zu finden; Sendungen und Beiträge aus Bayern wiederum im Retro-Channel „BR Retro“ des Bayerischen Rundfunks (BR). Die Videobeiträge sind dauerhaft abrufbar.

Schriftzug für Clips aus der DDR

Beiträge aus der BRD sind mit einem gelben Wimpel gekennzeichnet, Beiträge aus der DDR bzw. vom DFF mit einem grünen Wimpel.[1]

Viele der Videobeiträge sind mit Stand 2020 noch nicht barrierefrei, die ARD will die Videos schrittweise nachträglich barrierefrei gestalten und eine Untertitelung zur Verfügung stellen.[4]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Start von ARD Retro strahlte der rbb am 27. Oktober 2020 zwei Sondersendungen aus (rbb Retro: Ein Blick ins Fernseharchiv 1958 bis 1965 sowie Die Lange Archivnacht), moderiert von Anna Thalbach.[5][6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rabea Limbach: Ost- und Westfernsehen in der ARD Mediathek. In: Bibliothek – Forschung und Praxis. 2020 (edoc.hu-berlin.de PDF, Preprint-Version auf dem EDOC-Server der Humboldt-Universität Berlin)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c ARD öffnet Archive – DDR-Fernsehen in der ARD Mediathek. Deutsches Rundfunkarchiv, 27. Oktober 2020, abgerufen am 27. Oktober 2020.
  2. a b NDR Retro: Norddeutscher Rundfunk öffnet sein Fernseharchiv. NDR, 27. Oktober 2020, abgerufen am 27. Oktober 2020.
  3. ARD Retro startet am 27. Oktober 2020 in der ARD Mediathek. ARD, 27. Oktober 2020, abgerufen am 27. Oktober 2020.
  4. Fragen und Antworten zu ARD Retro. NDR, 27. Oktober 2020, abgerufen am 27. Oktober 2020.
  5. rbb Retro: Der rbb stellt historisches Archivmaterial frei zugänglich ins Netz. rbb, 23. Oktober 2020, abgerufen am 27. Oktober 2020.
  6. Änderungen und Ergänzungen für die 44. Kalnderwoche im rbb Fernsehen. (PDF) rbb, 23. Oktober 2020, abgerufen am 27. Oktober 2020.