Abtei Gaussan

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Die Abtei Gaussan war von 1994 bis 2008 ein französisches Kloster der Benediktiner südwestlich Bizanet, Département Aude, Bistum Carcassonne-Narbonne. Die Gemeinschaft befindet sich heute im Donezan.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Gaussan gehörte seit 1178 dem Zisterzienser-Priorat Sainte-Eugénie von Peyriac-de-Mer. Er wurde in der Folge Grangie der Abtei Sainte-Marie de Fontfroide und festungsartig ausgebaut. Nach Schließung durch die Französische Revolution gingen die Gebäude (bekannt als Château Gaussan) in private Hände über und waren Hotel, als die Benediktiner der Abtei Fontgombault sie 1994 übernahmen und das Kloster Notre-Dame de Gaussan gründeten, das 2004 zur Abtei erhoben wurde. Schon wenige Jahre später trieb die fehlende Abgeschiedenheit die Mönche zum Wechsel in die Neugründung Notre-Dame de Donezan in Carcanières, östlich Quérigut, Département Ariège, Bistum Pamiers. Dort sind die Gebäude (unweit der Grenze zum Département Aude, in 1300 m Höhe) erst im Aufbau, doch steht der Kirchenbau vor dem Abschluss (2018). In Gaussan betreibt Kloster Donezan weiterhin ein Weingut, das zum Verkauf ansteht. Der Konvent gehört zur Kongregation von Solesmes.

Äbte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 2004: Marc Doat

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Laurent Henri Cottineau: Répertoire topo-bibliographique des abbayes et prieurés. Bd. 1. Protat, Mâcon 1939–1970. Nachdruck: Brepols, Turnhout 1995. Spalte 1261.
  • Philippe Méry: Abbayes, prieurés et couvents de France. Editions du Crapaud, La Roche-sur-Yon 2013, S. 244.
  • Bernard Peugniez: Le Guide Routier de l’Europe Cistercienne. Editions du Signe, Straßburg 2012, S. 178.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 43° 8′ 5,5″ N, 2° 50′ 32,9″ O