Adolf Dabelow

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Adolf Otto Gerhard Dabelow (* 28. Juni 1899 in Magdeburg; † 27. Juli 1984 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Anatom und Professor für Medizin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dabelow studierte von 1920 bis 1926 Medizin und Zoologie in Freiburg i. B. 1926 erfolgte die Promotion zum Dr. phil. nat. in Zoologie an der Universität Freiburg über „Die Schwimmanpassung der Vögel. Ein Beitrag zur biologischen Anatomie der Fortbewegung“, 1927 die Promotion zum Dr. med. an der Universität Freiburg, 1929 die Habilitation für Anatomie an der Universität Kiel.

Danach war er 1929 bis 1932 Privatdozent für Anatomie an der Universität Kiel, dann Oberassistent an der Universität Marburg, 1935/36 dort nplao. Prof. für Anatomie, 1936 bis 1942 o. Prof. für Anatomie an der LMU München, 1942 bis 1945 o. Prof. für Anatomie an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Seit 1946 lehrte er als o. Prof. für Anatomie an der Universität Mainz. Dort wurde er 1952/53 Rektor.

Dabelow unterzeichnete das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler. Er war Mitglied der SA seit 1933, der NSDAP seit 1937 und Förderndes Mitglied der SS.[1] Zudem war er im NSLB von 1934 bis 1937, im NS-Dozentenbund von 1937 bis 1945 und im NS-Altherrenbund von 1940 bis 1944.

Dabelow war ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München 1942–1943 und korrespondierendes Mitglied 1943–1984. Außerdem war Dabelow ordentliches Mitglied der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 1944–1945 und korrespondierendes Mitglied 1945–1984.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Scleralring der Sauropsiden, sein phylogenetischer Ursprung und seine ontogenetische Entwicklung, Stuttgart 1926.
  • (zus. mit Ernst Horstmann): Handbuch der mikroskopischen Anatomie des Menschen, Bd. 3, Berlin 1957.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt am Main 2007, S. 99