Adolf Nikolaus von Buccow

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Adolf Nikolaus von Buccow (1712-1764)

Adolf Nikolaus von Buccow (* 7. Januar 1712; † 18. Mai 1764 in Hermannstadt) war ein österreichischer General der Kavallerie und Gubernator von Siebenbürgen. Er entstammt einer alten norddeutschen Familie.

Er kämpfte während des Polnischen Thronfolgekrieges in Oberitalien. Dort wurde Prinz Karl von Lothringen auf ihn aufmerksam. Während des österreichischen Erbfolgekrieges wurde er Generaladjutant Lothringens und konnte sich mehrfach auszeichnen. Im zweiten Schlesischen Krieg besetzt er am 2. Dezember 1744 Mittenwalde. Im Mai 1745 erobert er einen Nachschubtransport bei Jägersdorf und stürmt mit den Tenkschen Panduren Kosel. 1746 wird er dafür Generalmajor (General- Feldwachtmeister) ernannt.

Bei Ausbruch des Siebenjährigen Krieges war er seit Juni 1754 Feldmarschallleutnant. Er führte 1757 nach der Schlacht von Leuthen die Nachhut der Armee mit Auszeichnung und unter schwierigen Verhältnissen. Auch trug er 1758 viel zum Entsatz von Olmütz bei und zeichnete sich dann erneut bei Dresden aus. In der Schlacht bei Torgau am 3. November 1760 übernahm er nach der Verwundung von Leopold Joseph von Daun den Befehl über die Armee, musste ihn jedoch, selbst verwundet, wieder an den General Karl O’Donnell abgeben. Für seine Tapferkeit wurde er mit dem Großkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens ausgezeichnet. Nach seiner Genesung im Mai 1762 wurde er Gubernator von Siebenbürgen, da sein Vorgänger gestorben war. Dort war es seine wichtigste Aufgabe die Verwaltung zu regeln und dem Staat frische Truppen zu beschaffen, insbesondere sollte die Grenzsicherung überarbeitet werden. Von Buccow starb, bevor er diese Aufgabe abschließen konnte.

Familie[Bearbeiten]

Sein Sohn Georg († 5. Oktober 1789 vor Belgrad) wurde ebenfalls Militär und mit dem Militär-Maria-Theresien-Orden ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]