Mittenwalde

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mittenwalde (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Mittenwalde
Mittenwalde
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mittenwalde hervorgehoben
52.26666666666713.53333333333337Koordinaten: 52° 16′ N, 13° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 99,13 km²
Einwohner: 8774 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15749
Vorwahlen: 033764, 03375 (Schenkendorf), 03377 (Telz), 033769 (Motzen, Töpchin)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 332
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 8
15749 Mittenwalde
Webpräsenz: www.mittenwalde.de
Bürgermeister: Uwe Pfeiffer (parteilos)
Lage der Stadt Mittenwalde im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-Wußwerk Bersteland Bestensee Byhleguhre-Byhlen Drahnsdorf Eichwalde Golßen Groß Köris Halbe Heideblick Heidesee Jamlitz Kasel-Golzig Königs Wusterhausen Krausnick-Groß Wasserburg Lieberose Lübben Luckau Märkisch Buchholz Märkische Heide Mittenwalde Münchehofe Neu Zauche Rietzneuendorf-Staakow Schlepzig Schönefeld Schönwald Schulzendorf Schwerin Schwielochsee Spreewaldheide Steinreich Straupitz Teupitz Unterspreewald Wildau Zeuthen BrandenburgKarte
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Mittenwalde ist eine Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald im Bundesland Brandenburg der Bundesrepublik Deutschland. Das Stadtgebiet ist identisch mit dem Gebiet des von 1992 bis 2003 existierenden Amtes Mittenwalde.

Geografie[Bearbeiten]

Mittenwalde liegt etwa 31 km südlich vom Zentrum bzw. rund 15 km südlich der Stadtgrenze Berlins auf dem Teltow-Höhenrücken.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind in Uhrzeigerrichtung, im Norden beginnend: Schönefeld, Königs Wusterhausen, Bestensee, Groß Köris, Teupitz, Rangsdorf und Zossen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt gliedert sich wie folgt[2]

Ortsteil Einwohner[3] Zweitwohnsitz Anmerkungen
Mittenwalde 2332 37
Brusendorf 394 4 mit Gemeindeteil Boddinsfelde
Gallun 626 7
Motzen 1282 197 mit Fußballclub Wacker Motzen
Ragow 1817 24
Schenkendorf 1092 94 mit Gemeindeteil Krummensee
Telz 376 7
Töpchin 826 249 mit Gemeindeteil Waldeck

In Motzen und Töpchin gibt es ausgedehnte Wochenendhaussiedlungen.

Geschichte[Bearbeiten]

Mittenwalde war im Hochmittelalter zur Zeit des deutschen Landesausbaus nach Osten neben Köpenick Herrschaftszentrum der Wettiner auf dem Teltow. Nach der Niederlage Heinrich des Erlauchten 1245 im sechsjährigen Teltow-Krieg fiel der gesamte Teltow mit Mittenwalde dauerhaft an die gemeinsam regierenden askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. und damit an die Mark Brandenburg.

Im Zuge der Ämterbildung im Land Brandenburg schlossen sich 1992 die Gemeinden Brusendorf, Gallun, Motzen, Ragow, Schenkendorf, Töpchin und die Stadt Mittenwalde (alle Landkreis Königs Wusterhausen) und die Gemeinde Telz (Landkreis Zossen) zum Amt Mittenwalde zusammen. Mit der Gemeindereform 2003 in Brandenburg wurden die Gemeinden Brusendorf, Gallun, Motzen, Ragow, Schenkendorf, Telz und Töpchin zum 26. Oktober 2003 per Gesetz in die Stadt Mittenwalde eingegliedert. Das Amt Mittenwalde wurde aufgelöst und die Stadt Mittenwalde amtsfrei[4].

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 2 314
1890 2 807
1910 3 185
1925 3 060
1933 3 036
1939 3 136
1946 3 432
1950 3 307
1964 2 591
1971 2 523
Jahr Einwohner
1981 2 174
1985 2 115
1989 2 008
1990 1 981
1991 1 922
1992 1 927
1993 1 873
1994 1 864
1995 1 884
1996 1 963
Jahr Einwohner
1997 2 069
1998 2 115
1999 2 167
2000 2 210
2001 2 209
2002 2 202
2003 8 640
2004 8 699
2005 8 664
2006 8 684
Jahr Einwohner
2007 8 663
2008 8 683
2009 8 710
2010 8 724
2011 8 658
2012 8 663
2013 8 734
2014 8 774

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[5][6], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 50.9 %
 %
50
40
30
20
10
0
44,2 %
21,3 %
14,1 %
13,5 %
6,9 %
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Die Stadtverordnetenversammlung von Mittenwalde besteht aus 18 Stadtverordneten und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

  • CDU: 8 Sitze
  • SPD: 4 Sitze
  • Die Linke: 3 Sitze
  • Wählergruppe Pro-Bürger Mittenwalde: 2 Sitze
  • AfD: 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten]

Uwe Pfeiffer (damals CDU) wurde in der Bürgermeisterwahl vom 11. September 2011 mit 64,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt (Wahlbeteiligung 56,4 %).[8] Am 7. Februar 2016 wird ein Bürgerentscheid darüber stattfinden, ob der wegen Vorteilsnahme und Untreue rechtskräftig verurteilte Pfeiffer weiter im Amt bleiben soll.[9]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 13. September 1994 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein bewurzelter grüner Laubbaum, dessen Stamm von zwei schwarzen aufgestellten Schlüsseln mit nach außen gekehrten Bärten beseitet ist. In den Zweigen schwebt ein roter Adler mit goldener Bewehrung.“[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Mittenwalde und in der Liste der Bodendenkmale in Mittenwalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Museum[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

  • Spielmannszug Mittenwalde

Bauwerke[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Östlich der Stadt Mittenwalde in Richtung Schenkendorf und südwestlich in Richtung Telz befinden sich zwei Gewerbegebiete.

Die Discounter-Firma Aldi-Nord ist mit einer ihrer Regionalniederlassungen in Mittenwalde ansässig, zuzüglich eines großflächigen Zentrallagers.

Die MediaTex GmbH, Hersteller der unter Rechtsextremisten beliebten Marke Thor Steinar, hat sich im Gewerbegebiet niedergelassen.[12]

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Ab 1894 war die Stadt über die gleichnamige Eisenbahn mit Königs Wusterhausen sowie dem Ortsteil Töpchin verbunden. 1900 folgte die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn die eine direkte Verbindung mit Berlin herstellte. 1933 wurden die beiden Strecken untereinander verbunden und 1945 eine weitere Verbindung nach Zossen eröffnet. Die vier Strecken wurden 1951 (nach Berlin), 1973 (nach Töpchin) beziehungsweise 1974 (nach Königs Wusterhausen und Zossen) stillgelegt. Der Bahnhof Mittenwalde Ost ist heute Ausgangspunkt der Draisinenbahn Mittenwalde.

Straße[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Stadt Mittenwalde befinden sich die Anschlussstellen Ragow, Mittenwalde und Bestensee der A 13. Die Bundesstraße 246 verläuft von West nach Ost aus Richtung Zossen über Telz, Mittenwalde und Gallun in Richtung Storkow und Beeskow.

Schleuse am Nottekanal
Motorisierung in Mittenwalde 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[13] 4 983 4 969 5 057 5 194 5 259 5 333 5 456
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 575 572 581 595 607 616 625

Wasser[Bearbeiten]

Durch die Stadt verläuft der Nottekanal zwischen Zossen und Königs Wusterhausen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Stadt Mittenwalde vom 17. März 2009
  3. 31.12.2014 nach statistischem Jahrbuch der Stadt Mittenwalde
  4. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.93
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 26–29
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  7. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom 11. September 2011
  9. Mittenwalder Bürgermeister vor der Abwahl. In: Märkische Allgemeine, 1. Dezember 2015
  10. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  11. Livia Cárdenas, Dirk Schumann: Das mittelalterliche Altarretabel der Moritzkirche in Mittenwalde, Berlin 2004
  12. Thor Steinar: Impressum
  13. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3

Weblinks[Bearbeiten]