Aglianico del Taburno

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Provinz Benevento

Aglianico del Taburno ist ein italienisches Weinbaugebiet in der Region Kampanien. Die Rot- und Roséwein aus der Provinz Benevento genossen seit dem 29. November 1986 den Status einer Denominazione di origine controllata (kurz DOC). Im Jahr 2011 wurde die Denomination zu einer DOCG angehoben.[1]

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der fast sortenreine Wein muss zu mindestens 85 % aus der Rebsorte Aglianico bestehen. Höchstens 15 % andere rote, nicht-aromatische Rebsorten, die für den Anbau in der Provinz Benevento zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.

Anbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rebflächen an den Hängen des 1393 Meter hohen Monte Taburno, der namensgebend für das Gebiet ist, liegen in der Nähe der Stadt Benevento, etwa 40 Kilometer nordöstlich von Neapel. Die Weinberge liegen auf einer Höhe zwischen 135 und 600 m s.l.m. in den Gemeinden Apollosa, Bonea, Campoli del Monte Taburno, Castelpoto, Foglianise, Montesarchio, Paupisi, Ponte, Torrecuso und sowie in Teilen der Gemeinden von Benevento, Cautano, Vitulano und Tocco Caudio.

Im Jahr 2014 wurden von 84 Hektar Rebfläche 2.941 Hektoliter DOC-Wein erzeugt.[2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aglianico del Taburno Rosso[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: mehr oder weniger intensives rubinrot – tendiert mit zunehmender Reife zu granatrot
  • Geruch: charakteristisch, anhaltend
  • Geschmack: trocken, voll
  • Alkoholgehalt: mindestens 12,0 Vol.-%, für „Riserva“ 13,0 Vol.-%
  • Säuregehalt: mind. 5,0 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 24,0 g/l, für „Riserva“ 26,0 g/l

Aglianico del Taburno Rosato[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: mehr oder weniger intensiv rosa
  • Geruch: zart, frisch, fruchtig
  • Geschmack: trocken, harmonisch, frisch, fein
  • Alkoholgehalt: mindestens 12,0 Vol.-%
  • Säuregehalt: mind. 5,0 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 19,0 g/l

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2006, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  • Burton Anderson: Italiens Weine 2004/05. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2004, ISBN 3-7742-6365-5.
  • Jacques Orhon: Le nouveau guide des vins d’Italie. Les editions de l’homme, Montreal 2007, ISBN 978-2-7619-2437-5.
  • Valeria Camaschella (Hrsg.): Lexikon der italienischen Weine – Sämtliche DOCG- & DOC-Weine. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2002, ISBN 3-7742-0756-9, S. 238.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Disciplinare di Produzione della Denominazione di Origine Controllata (Produktionsvorschriften und Beschreibung). wineacts.com, 7. März 2014, abgerufen am 20. Januar 2017 (PDF, italienisch).
  2. Weinbau in Zahlen 2015. In: V.Q.P.R.D. d’Italia 2015. federdoc.com, abgerufen am 2. Januar 2017 (PDF, italienisch).