Aiolos (Windgott)

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Aiolos

Aiolos (griechisch Αἴολος, lateinisch Aeolus, deutsch Äolus oder Äol) war der griechische Gott der Winde. Er war mit Eos, der Göttin der Morgenröte, verheiratet und wurde von Zeus als der Herrscher über die verschiedenen Winde eingesetzt. Zu den Winden gehören Boreas (Nordwind), Euros (Südostwind), Zephyros (Westwind) und Notos (Südwind).

Aiolos in der Odyssee[Bearbeiten]

Aiolos war nach Homers Odyssee[1] ein Sohn des Hippotes und bewohnte mit seiner Gattin sowie seinen sechs Söhnen und sechs Töchtern die schwimmende Insel Aiolia (Αἰολία). Diese wurde schon in der Antike[2] gerne mit einer der Äolischen Inseln (deren Namen von Aiolos abgeleitet ist) identifiziert. Einige moderne Forscher setzen sie dagegen mit anderen Inseln, u.a. mit Ustica[3] oder Malta [4] gleich. Aiolos nahm Odysseus und seine Gefährten gastfreundlich auf und bewirtete sie einen Monat. Vor der Heimfahrt gab er Odysseus einen Schlauch aus Rindsleder mit ungünstigen Winden, der verschlossen bleiben sollte. Gleichzeitig ließ er für Odysseus’ Heimfahrt günstige Westwinde wehen. Der Schlauch wurde jedoch von den Gefährten des Odysseus kurz vor Erreichen Ithakas geöffnet. Infolgedessen entwichen alle Winde und das Schiff wurde zu der Aiolos-Insel zurückgetrieben. Als Odysseus Aiolos erneut um günstige Winde bat, wurde er abgewiesen.

Rezeption in der Musik[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homer Odyssee 10, 1-76.
  2. z. B. Antiochos von Syrakus FGrH 555 F 1; Diodor, bibliotheca historica 5, 7ff.
  3. u.a.  Ernle Bradford: Reisen mit Homer. Dt. Taschenbuch-Verl., München 1992, ISBN 3-423-30310-7.
  4. Armin Wolf: Homers Reisen. Auf den Spuren des Odysseus. überarbeitete Neuauflage. Böhlau-Verlag, 2009, ISBN 978-3-412-20407-5, S. 29ff. (Erstauflage 1968)