Alban Knecht

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Alban Knecht (* im Juni 1968 in Gräfelfing bei München) ist ein deutscher Soziologe und Sozialpädagoge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alban Knecht studierte Volkswirtschaft an den Universitäten München und Freiburg, Soziale Arbeit an der Hochschule München und Soziologie und Sozialpsychologie an der Universität München (bei Ulrich Beck, Gerhard Tutz, Heiner Keupp, Angelika Poferl und Manfred Cramer).

2011 wurde er dort promoviert. In seiner Dissertationsschrift, die den Titel „Lebensqualität produzieren“ trägt, beschäftigt er sich mit einer ressourcenorientierten und sozialepidemiologischen Weiterentwicklung des Capability Approach / Befähigungsansatzes. Er schloss die institutionelle Lücke des Befähigungsansatzes durch eine sozialpolitische Ressourcentheorie mit Bezug auf die Theorie der Wohlfahrtsregime von Gøsta Esping-Andersen (Gutachter: Angelika Poferl, Ulrich Beck, Heiner Keupp).

Seit 2008 unterrichtete er an der Hochschule München, seit 2012 unterrichtete und forschte er auch in Österreich, u. a. an der Universität Linz, am FH Campus Wien und der Universität Wien. Seit 2019 lehrt und forscht er am Institut für Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung am Arbeitsbereich Sozialpädagogik und Inklusionsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec.

Zwischen 1998 und 2012 war er als Geschäftsführer der mittelständischen Knecht und Partner GmbH tätig; ab 2013 arbeitete er bei der Volkshilfe Österreich; später auch bei der Armutskonferenz – dem österreichisches Netzwerk gegen Armut und Ausgrenzung. Er ist noch Mitglied des wissenschaftlichen Beirats dieser Institution sowie Beirat der Sektion Soziale Ungleichheit der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Armutsforschung, Sozialpolitik, Lebensqualitätsforschung sowie die die Entwicklung einer sozialpolitischen Ressourcentheorie. Er arbeitet auch zu informellen Lebensunterhalten wie dem Flaschensammeln. Alban Knecht verfasst journalistische Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem für die Straßenzeitungen Augustin (Wien), der Kärntner Allgemeinen Zeitung (KAZ) und dem Donaustrudl (Regensburg).

Zusammen mit Philipp Catterfeld schrieb er das Theaterstück Ökodation 2028, das die ökologische Verantwortung des modernen Menschen angesichts des Klimawandels thematisiert und am 2005 im Theater am Sozialamt in München als szenische Lesung uraufgeführt wurde.

Er lebt in Klagenfurt, Wien und München.

Werke (Bücher)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Armutskonferenz / Fabris, Verena / Knecht, Alban u. a. (Hrsg.) (2018): Achtung. Abwertung hat System. Vom Ringen um Anerkennung, Wertschätzung und Würde. Wien: ÖGB Verlag. ISBN 978-3-99046-395-6.
  • Catterfeld, Philipp / Knecht, Alban (Hrsg.) (2015): Flaschensammeln. Überleben in der Stadt. Köln: Herbert von Halem Verlag. ISBN 978-3-7445-0983-1 (print), ISBN 978-3-7445-0985-5 (e-book).
  • Knecht, Alban / Schubert, Franz-Christian (Hrsg.) (2012): Ressourcen im Sozialstaat und in der Sozialen Arbeit. Zuteilung – Förderung – Aktivierung. Stuttgart: Kohlhammer. ISBN 978-3-17-021810-9 (print), ISBN 978-3-17-023528-1 (ebook).
  • Knecht, Alban (2010): Lebensqualität produzieren. Ressourcentheorie und Machtanalyse des Wohlfahrtsstaats. Wiesbaden: VS-Verlag. ISBN 978-3-531-17636-9 (print), ISBN 978-3-531-92573-8 (online).
  • Knecht, Alban (Hrsg.) (2010): Gesichter der Armut. Vierzehn Miniaturen. Schriftenreihe: Münchener Hoch­schulschriften für Angewandte Sozialwissenschaften, Bd. 2. Neu-Ulm: AG SPAK Bücher des Vereins für die Förderung der sozialpolitischen Arbeit. ISBN 978-3-940865-12-0
  • Knecht, Alban / Catterfeld, Philipp (2008): Ökodation 2028. Ein Schauspiel. Norderstedt: BoD-Verlag. ISBN 978-3-8334-9106-1.
  • Knecht, Alban (2002): Bürgergeld. Armut bekämpfen ohne Sozialhilfe. Negative Einkommensteuer, Kombilohn, Bürgerarbeit und RMI als neue Wege. Bern, Wien, Stuttgart: Haupt Verlag. ISBN 3-258-06487-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]