Albert Mayer (Soldat)

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Albert Mayers Grabstein auf dem Soldatenfriedhof von Illfurth

Albert Mayer (auch Camille Mayer; * 24. April 1892 in Magdeburg; † 2. August 1914 bei Delle[1]) war ein Leutnant der Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 5 aus Mülhausen und gilt als der erste deutsche Soldat, der im Ersten Weltkrieg fiel.

Albert Mayer – so die deutsche Version – stammte aus Magdeburg, nach einer französischen Version kam Camille Mayer aus der Umgebung von Mülhausen.[2] Er diente in einer Einheit, deren Aufgabe es hauptsächlich war, Aufklärungs- und Sicherungsaufgaben durchzuführen. Am 2. August 1914 führte er eine Gruppe auf einer Aufklärungsmission in der Nähe von Joncherey, Territoire de Belfort, und damit eindeutig auf französischem Staatsgebiet, als er auf eine Patrouille unter Führung von Jules-André Peugeot traf. Es entwickelte sich ein kurzes Feuergefecht, in dessen Verlauf sowohl Jules-André Peugeot wie auch Albert Mayer tödlich getroffen wurden. Albert Mayer wurde damit zum ersten Toten der deutschen Streitkräfte im Ersten Weltkrieg, obwohl dieser offiziell erst am 3. August erklärt wurde.

Albert Mayer ist auf dem deutschen Soldatenfriedhof von Illfurth begraben.

Kaufleute aus Enger ließen 1937 drei Handvoll Erde von Mayers Grab zu propagandistischer Heldenverehrung ins Widukindmuseum nach Enger bringen, um für Opferbereitschaft im Land zu werben.[3] Die Gedenkstätte der „Blut- und Boden-Reliquie“ wurde 1938 eröffnet und war bis in die 1970er Jahre zu sehen, bevor sie für die Öffentlichkeit unzugänglich eingelagert wurde.[3] Am 2. August 2014 ist geplant, die Erde Mayers Grab wieder zuzuführen.[3] Dies soll filmisch für die Dokumentation Albert Mayers Reise von Illfurth nach Enger – Eine Geschichte aus Zeit und Erde von Ruppe Koselleck festgehalten werden.[3][4][veraltet]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel (10 Dinge die sie nicht wissen über Denkmäler) in: Süddeutsche Zeitung, 21. August 2009, abgerufen am 7. Juli 2014
  2. Déclaration de M. Nicolas Sarkozy, Président de la République, en hommage aux combattants de la Première Guerre mondiale, à Paris le 17 mars 2008 (online)
  3. a b c d Westfälische Nachrichten: Der erste Tote soll Ruhe haben: Künstler Ruppe Kosellecks Projekt zum Ersten Weltkrieg, Münster, Gerhard H. Kock, 10. April 2014
  4. rammelsberg-blog.de: Kunstvermittlung am Berg – Remember 1914-1918 – Projekte zu Kunst, Krieg, Frieden, 4. April 2014, Katharina Fuhrhop

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]