Alberto Errera (Offizier)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alberto Errera

Alberto Errera (geboren am 15. Januar 1913 im Regionalbezirk Larisa, Griechenland; gestorben im August/September 1944 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau) war ein griechischer Marineoffizier jüdischen Glaubens.

Nach der Besetzung Griechenlands nahm er zur Tarnung den christlichen Namen Alex (Alekos) Michaelides an. Er wurde von Deutschen im März 1944 in Larisa zusammen mit 225 griechischen Juden gefangen genommen und in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert, wo er am 11. April 1944 ankam. In der deutschen Gefangenschaft wurde er im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau zur Arbeit im Häftlings-Sonderkommando an den Krematorien gezwungen. Er soll an der Vorbereitung eines Häftlingsaufstandes beteiligt gewesen sein.[1] Ihm wird die Autorenschaft der vier heimlich aufgenommenen Fotografien vom Hof des Krematoriums V (englisch Sonderkommando photographs, vgl. „Bilder trotz allem“) zugeschrieben, die aus dem Lager herausgeschmuggelt wurden. Deren Autor war lange unbekannt geblieben und wurde relativ unbestimmt einem Griechen namens Alex zugeordnet.

Errera soll bei einem Fluchtversuch umgekommen sein, nachdem er versucht hatte die Soła zu durchschwimmen und währenddessen infolge einer Schussverletzung verblutete.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alberto Errera (Offizier) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nach Angaben von Filip Müller, Leon Cohen, Hermann Langbein. Zalmen Gradowski: Au cœur de l’enfer, Tallandier, 2009.
  2. Ernst Klee: Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Personenlexikon. Frankfurt/M 2013, ISBN 978-3-10-039333-3, S. 110