Alexander Bay

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Alexander Bay
Alexander Bay (Südafrika)
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Koordinaten 28° 36′ S, 16° 29′ OKoordinaten: 28° 36′ S, 16° 29′ O
Basisdaten
Staat Südafrika

Provinz

Nordkap
Distrikt Namakwa
Gemeinde Richtersveld
Gründung 1836

Alexander Bay (englisch), auch Alexanderbaai (Afrikaans) ist eine Stadt in der Gemeinde Richtersveld, Distrikt Namakwa, Provinz Nordkap in Südafrika.

Lage und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nördlichste Stadt an der Westküste Südafrikas liegt südlich der Mündung des Oranje in den Atlantik, an der Grenze zu Namibia. Der Ort Oranjemund im Diamantensperrgebiet von Namibia kann über die 1951 fertiggestellte Ernest-Oppenheimer-Brücke erreicht werden. Hier gibt es einen Grenzübergang, der zwischen 6 und 22 Uhr geöffnet ist.[1] Die Entfernung nach Springbok beträgt 250 Kilometer.

Die Straße (R 382) nach Alexander Bay ist eine Sackgasse ins Diamantensperrgebiet. Zugleich führt sie in den nahen Richtersveld-Nationalpark.

In Alexander Bay gibt es einen regionalen Flughafen, der sich nordöstlich der Stadt bei der Ernest-Oppenheimer-Brücke befindet.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft ist nach Sir James Alexander benannt, der ihn 1836 gründete. Dieser benötigte einen Seehafen an der südafrikanischen Atlantikküste, um das bei Kodas im Landesinnern, im Richtersveld, abgebaute Kupfer abtransportieren zu können. Bis nach Alexander Bay verbrachte er es auf dem Oranje mittels kleiner Schiffe.[3]

Im Jahre 1925 wurden an der Namqualandküste nördlich von Port Nolloth die auf südafrikanischem Territorium liegenden Diamantenlagerstätten in dort vorkommenden Geröllen entdeckt. Ein Jahr später, im Dezember 1926 und zu Beginn des Jahres 1927 entdeckten Hans Merensky, Izak Celliers und Ernst Reuning die sehr reichhaltigen Diamantlagerstätten südlich der Oranjemündung. Nach Entschädigung der Entdecker übernahm die damalige südafrikanische Regierung höffiges Gelände und erhob es 1928 in den Status State Alluvial Diggings (deutsch etwa: „Staatliche Alluviallagerstätte“).[4][5] In der Folge entstanden beiderseits des Oranje und entlang der Küste neue Siedlungen. In dieser Zeit wuchs Alexander Bay und auf der anderen Seite des Flusses in Namibia entstand die Gemeinde Oranjemund (1936). Die Region wurde damals zum Sperrgebiet erklärt.[6]

Mit dem Alexkor Limited Act (Act No. 116 of 1992) schuf der südafrikanische Staat ein Bergbauunternehmen, das sich mit der Diamantengewinnung in dieser Region befasst, dem Department of Public Enterprises untersteht und seinen Sitz in Johannesburg hat. Alexkor betreibt zu Land Tagebau und in der Küstenzone vor der Oranjemündung Meeresbodenbergbau.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sumpfgebiet und Feuchtbiotop an der Mündung des Oranje bildet eine wichtige Zwischenstation für eine große Zahl von Zugvögeln und wurde daher zu einem Ramsar-Schutzgebiet erklärt.[3] Es war mit seiner Errichtung im Jahre 1995 das erste grenzüberschreitende Gebiet dieser Klassifizierung im südlichen Afrika.[8] Die seltene Barlow-Lerche (Calendulauda barlowi) findet hier ihren Lebensraum.[9]

Östlich der Stadt befindet sich das bisher weltgrößte Habitat von Flechten in einer Wüstenlandschaft. Es sind 26 Arten bekannt.[10] Auffällig sind die grünen und orangen Flechten. Diese Flechtenfelder sollen zu einem nationalen Denkmal erklärt werden und wären dann besonders geschützt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander Bay. auf der Webpräsenz der Namakwa District Municipality (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tracks4africa: Oranjemund Border Post (NAM/RSA-Alexander Bay). auf www.tracks4africa.co.za (englisch)
  2. World Airport Codes: Alexander Bay Airport (ALJ). auf www.world-airport-codes.com (englisch)
  3. a b Namakwa District Municipality: Alexander Bay@1@2Vorlage:Toter Link/www.namakwa-dm.gov.za (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. auf www.namakwa-dm.gov.za (englisch)
  4. R. A. Pelletier: Mineral Resources of South-Central Africa. Cape Town, London, New York, Toronto, Oxford University Press, 1964, S. 41, 48
  5. C. Plug: Reuning, Dr Ernst. auf www.s2a3.org.za (englisch)
  6. Konny von Schmettau: Oranjemund. A journey through history & modern times. Hippos Verlag, Swakopmund 2016, ISBN 978-99916-886-8-8 online. auf www.books.google.de(englisch)
  7. Alexkor: Our History. auf www.alexkor.co.za (englisch)
  8. Water Institute of Southern Africa: Wetland Orange River Mouth (Memento des Originals vom 15. Juli 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ewisa.co.za. auf www.ewisa.co.za (englisch)
  9. BirdLife International: ZA023 Orange River Mouth Wetlands. auf www.birdlife.org (englisch)
  10. Northern Cape Tourism Board: Alexander Bay (Memento des Originals vom 31. Oktober 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.northerncape.org.za. auf www.northerncape.org.za (englisch)