Alexander Wassiljewitsch Bortnikow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Alexander Bortnikow, 2010

Alexander Wassiljewitsch Bortnikow (russisch Александр Васильевич Бортников; * 15. November 1951 in Molotow, heute Perm) ist seit dem 12. Mai 2008 Leiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB.

Bortnikow wurde nach dem Amtsantritt von Staatspräsident Medwedew Nachfolger von FSB-Direktor Nikolai Patruschew, dem nachmaligen Sekretär des Sicherheitsrats. Er hat den militärischen Rang eines Armeegenerals.

Am 25. Juli 2014 wurde er im Zusammenhang mit der russischen Politik zur Ukraine auf die Sanktionsliste der Europäischen Union gesetzt.[1]

Im Dezember 2017 warnte Bortnikow in einer Rede nicht nur vor fremden Geheimdiensten,[2] sondern machte Aussagen, die von Mitgliedern der Akademie der Wissenschaften sogleich kritisiert wurden, weil mit ihm zum ersten Mal seit dem Parteitag der KPdSU von 1956 ein "Top-Beamter die Massen-Repression von 1930–1940 gerechtfertigt" hätte.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alexander Bortnikow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtsblatt der Europäischen Union: Durchführungsverordnung (EU) Nr. 810/2014 des Rates der Europäischen Union vom 25. Juli 2014
  2. Secret police weren’t all that bad during Stalin purges, says spy chief Alexander Bortnikov, the Times, 21. Dezember 2017
  3. Erklärung einer Gruppe von Akademikern und korrespondierenden Mitgliedern der Russischen Akademie der Wissenschaften zum Interview des Direktors des Föderalen Sicherheitsdienstes Bortnikow, Echo Moskwy, 22. Dezember 2017