Alpen-Grasnelke

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Alpen-Grasnelke
Alpen-Grasnelke (Armeria alpina)

Alpen-Grasnelke (Armeria alpina)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae)
Gattung: Grasnelken (Armeria)
Art: Alpen-Grasnelke
Wissenschaftlicher Name
Armeria alpina
Willd.

Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) ist keine Nelke, sondern gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae).

Der Volksname Schwundkraut erinnert an Verwendung als Heilpflanze gegen Lungenschwindsucht. Der in Südtirol gebräuchliche Name Schlernhexen bezieht sich wohl auf ihre im Bergwind raschelnden Fruchtköpfchen.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alpen-Grasnelke ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 5 bis 30 Zentimetern erreicht. Sie bildet dichte Polstern mit aufrechten, unbeblätterten Stängeln. Die grasartig schmalen Laubblätter sind ein- bis dreinervig und wachsen aus einer grundständigen Rosette.

Sie bilden kugelförmige Blütenstände, die weiße, trockenhäutige Hochblätter (Tragblätter) scheidenartig umhüllen. Die rosarote Blüte strömt einen zarten Cumaringeruch aus.

Blütezeit ist von Juni bis September. Die Fruchtstände sind Wintersteher.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Art ist vor allem in den Südalpen und in den Gebirgen von Nordspanien bis zum Balkan verbreitet. Als Standort werden steinige Böden, offene Rasen, Schutt und Felsspalten zwischen 1500 und 3000 Metern NN bevorzugt. Sie kommt in Gesellschaften der Krummseggenrasen (Caricetalia curvulae), der Ordnung Seslerietalia albicantis sowie im Elynetum vor.[1]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alpen-Grasnelke ist in den Alpen selbst entstanden, wo sie in den Randrefugien der Ost- und Südalpen (dort noch heute Hauptvorkommen) und vereinzelt auch auf Nunatakkern in den Nordalpen die Eiszeiten überstanden hat. Dazu befähigte sie ihre ausgeprägte Frosthärte sowie ihre Vorliebe für steile Südhänge.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 746.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alpen-Grasnelke – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien