Alpenscharten

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Alpenscharten
Zwerg-Alpenscharte (Saussurea pygmaea)

Zwerg-Alpenscharte (Saussurea pygmaea)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Gattung: Alpenscharten
Wissenschaftlicher Name
Saussurea
DC.
Estnische Alpenscharte (Saussurea alpina subsp. esthonica)

Die Alpenscharten (Saussurea) bildet eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der botanische Gattungsname Saussurea ehrt sowohl den Schweizer Naturforscher Horace-Bénédict de Saussure (1740–1799) als auch den Schweizer Naturwissenschaftler Nicolas Théodore de Saussure (1767–1845).[1] Die Gattung hat ihr Verbreitungsgebiet vor allem in kühlen Gebieten der Nordhalbkugel.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Alpenscharten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie erreichen je nach Art Wuchshöhen von nur 5 cm bis zu immerhin 3 m. Die Laubblätter stehen meist in gut ausgebildeten Blattrosetten und auch wechselständig spiralig am Stängel.

Die Gesamtblütenstände sind aus kleinen körbchenförmigen Blütenständen zusammengesetzt. Bei manchen Arten sind die ganzen Pflanzen oder die Blütenstände wie von Wolle eingehüllt (je nach Höhenlage der Areale). Viele Hüllblätter stehen in meist drei bis fünf, selten bis zehn Reihen. Wie bei allen Carduoideae sind nur Röhrenblüten vorhanden; in dieser Gattung zehn bis zwanzig je Blütenkorb.

Die Achäne ist zylindrisch oder vier- bis fünfkantig. Der Pappus besteht meist aus zwei Reihen von Borsten.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem Saussurea laniceps und die Indische Kostuswurzel (Saussurea costus) (mit der Droge: Costuswurzel) haben eine pharmazeutische Verwendung.[2]

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filz-Alpenscharte (Saussurea discolor)

Es gibt etwa 300 Saussurea-Arten, die sich fast alle in Eurasien finden. In Nordamerika sind sechs Arten verbreitet, in Nordaustralien findet sich eine Art.

Hier eine Liste ausgewählter Arten:

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theodore M. Barkley, Luc Brouillet, John L. Strother: Asteraceae in Flora of North America, 2006, Volume 19, Seite 165: Saussurea – Online. (engl.)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin Berlin 2018. [1]
  2. Eintrag bei Plants for a Future. (engl.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alpenscharten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien