AlpspiX

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
AlpspiX von unten
AlpspiX und Bergstation der Alpspitzbahn gesehen von der Alpspitz-Ferrata

Der AlpspiX ist eine Aussichtsplattform aus Stahl, die in ungefähr 2050 m Höhe[1][A 1] am Osterfelderkopf, einem 2057 m hohen Nebengipfel der Alpspitze befestigt ist. Die begehbaren, freischwebenden Arme des AlpspiX sind mit Gitterrosten ausgelegt und geben den Blick in die circa 1000 Meter große Tiefe des Höllentals frei. Die Konstruktion befindet sich etwa 20 Meter über der Bergstation der Alpspitzbahn und ist seit der Einweihung am 4. Juli 2010 öffentlich und kostenlos begehbar.

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der AlpspiX besteht aus zwei 24 Meter langen Stahlarmen, die freischwingend etwa 13 Meter über den Fels in das Höllental hinausragen, wobei der Boden durch den Gitterrost durchsichtig ist; am Ende befindet sich eine schräggestellte Glasscheibe als Abschluss des Weges, um, wenn sie nicht gerade verdreckt ist, eine Panoramasicht zu ermöglichen. Der Name ist eine Wortschöpfung aus den Komponenten „Alpspitze“ und „X“, da durch die verschränkt, aber übereinander verlaufenden Arme eine X-ähnliche Konstruktion entsteht.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die Zugspitzbahn die Konstruktion als attraktivitätssteigernd bezeichnet, ist der Bund Naturschutz gegen den AlpspiX, da er die Schönheit der Gebirgswelt verunstalte. Der Deutsche Alpenverein weist darauf hin, dass das Erleben der Berge und nicht die Touristenattraktion allein im Vordergrund stehen sollte. Nach Ansicht des Deutschen Alpenvereins sollten Kommunen und Verantwortliche im Tourismus stärker zeitgemäße Angebote für Erholungssuchende, Familien, Wanderer und Bergsteiger entwickeln, die den wachsenden Bedürfnissen nach Ursprünglichkeit, Authentizität und Naturnähe gerecht werden. Als Beispiel für solche zeitgemäßen Angebote nennt der Verein das Anlegen von Themenwegen.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die dpa berichtete fälschlich, dass die Plattform auf Höhe des Alpspitzgipfels in 2628 m Metern Höhe liege. Diese Information wurde unredigiert in vielen Print-, Radio- und Fernsehmedien übernommen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)
  2. Alpen dürfen nicht zur Kulisse werden. Position des DAV zu neuen touristischen Attraktionen in den bayerischen Alpen. DAV, 30. Juni 2010, archiviert vom Original; abgerufen am 27. August 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alpspix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 47° 26′ 21,9″ N, 11° 3′ 1″ O