Alraune (1928)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
OriginaltitelAlraune
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1928
Länge108 Minuten
Stab
RegieHenrik Galeen
DrehbuchHenrik Galeen
ProduktionHelmut Schreiber
MusikWilly Schmidt-Gentner
KameraFranz Planer
Besetzung

Alraune ist ein Film von Henrik Galeen aus dem Jahre 1927 und erlebte seine Uraufführung am 25. Januar 1928. Er basiert, wie auch die anderen Verfilmungen dieses Stoffes, auf dem Roman Alraune. Die Geschichte eines lebenden Wesens von Hanns Heinz Ewers, der 1911 erschien.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Professor ten Brinken experimentiert mit künstlicher Befruchtung und nimmt dazu das Sperma eines exekutierten Lustmörders. Eine Dirne wird damit künstlich befruchtet. Das Produkt ist das Mädchen Alraune.

Sie wächst in einem Klosterpensionat auf. Von dort flieht sie mit einem Jungen, den sie zuvor zum Diebstahl einer größeren Summe Geld angestiftet hatte. Alraune landet schließlich in einem Zirkus, wo sie bei einem Zauberkünstler auftritt.

Ten Brinken macht sie ausfindig und nimmt sie zu sich, wo sie ein luxuriöses Leben führen kann. Aus Tagebuchaufzeichnungen des Professors bekommt sie Kenntnis von ihrer Herkunft und fasst in ihrem spontanen Hass den Plan, ihn des Nachts zu erwürgen. Sie kommt jedoch auf die sadistischere Idee, ihn leiden zu lassen, indem sie ihn in sich verliebt macht. Dieses Kalkül geht auf; Professor ten Brinken verfällt ihr emotional und ruiniert sich für sie finanziell durch Glücksspiel. Er leidet zudem an seiner von Alraune gezielt provozierten Eifersucht.

Alraune, schlussendlich ihres Wesens überdrüssig geworden, möchte zu einem normal fühlenden Menschen ohne Hang zur Grausamkeit werden und gibt sich der Erlösung in der Liebe hin.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Faszination dieses Klassikers des phantastischen Films liegt in der Vorwegnahme der künstlichen Befruchtung.

Henrik Galeens Verfilmung gilt als die beste der bisherigen Adaptionen des Stoffes.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reclams Filmführer urteilte über den Film: „Galeen, als Regisseur des 'Übersinnlichen' versiert, inszenierte diesen Film als Vision des Schreckens, in der Brigitte Helm in maskenhafter Starre dem unausweichlichen Untergang zutrieb.“[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fred Gehler Alraune. In: Günther Dahlke, Günter Karl (Hrsg.): Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933. Ein Filmführer. 2. Auflage. Henschel-Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-89487-009-5, S. 163 ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieter Krusche, Jürgen Labenski: Reclams Film-Führer. Reclam, Stuttgart 1973, ISBN 3-15-010205-7, S. 28.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]