Amanda Lind

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Amanda Sofia Margareta Lind)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Amanda Lind

Amanda Sofia Margareta Lind (* 2. August 1980 in Uppsala unter dem Familiennamen Johansson) ist eine schwedische Politikerin der Grünen. Seit 21. Januar 2019 ist sie Ministerin für Kultur und Demokratie in der Regierung Löfven II.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lind wuchs seit ihrem dritten Lebensjahr in Luleå als Tochter eines Pfarrers und einer Apothekerin auf.[1] Sie studierte am Psychologie-Programm der Universität Umeå und schloss ihr Studium 2009 ab. Sie war Kinder- und Jugendpsychologin beim Bezirksrat von Västernorrland 2009–2011.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 wurde sie Mitglied der Umweltpartei Miljöpartiet de Gröna. 2010 wurde sie zur Sprecherin der Grünen in Härnösand und 2012 als Sprecherin für Västernorrland ernannt. Lind war eine ehemalige Stadträtin und 1. stellvertretende Vorsitzende des Gemeinderates in der Gemeinde Härnösand. Sie wurde 2016 Parteisekretärin der Grünen Partei und war die Nachfolgerin von Anders Wallner.[2][3][4][5]

Im Januar 2019 wurde sie Ministerin für Kultur und Demokratie – zuständig auch für Sport – und Leiterin des Ministeriums für Kultur in der Regierung Löfven II.[6]

Familie und Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lind ist mit dem Filmemacher Björn Ola Lind verheiratet und hat zwei Kinder mit ihm. Sie lebt in Härnösand[1][7].

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sympathiebekundung für umstrittenen Parteifreund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amanda Lind bezeichnete den ehemaligen schwedischen Wohnungsbauminister und Grünen Politiker Mehmet Kaplan in den sozialen Medien als „Held und Pionier“. Dieser musste in der Vergangenheit seinen Ministerposten in der früheren Löfven-Regierung aufgeben, nachdem aufgedeckt wurde, dass er Kontakte zu den türkischen Extremisten Graue Wölfe und zur islamistischen Bewegung Millî Görüş unterhielt und Israels Politik gegenüber den Palästinensern mit den Nationalsozialisten verglichen habe. Für diese Sympathiebekundung wurde Amanda Lind sowohl in schwedischen als auch in internationalen Medien kritisiert. Nach ihrer eigenen Aussage bezog sie sich dabei allerdings rein auf seine Tätigkeit als Minister und Abgeordneter der Grünen.[8]

Kulturelle Appropriation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weil Amanda Lind Dreadlocks trägt, wurde sie der kulturellen Aneignung bezichtigt. Linnea Celik, Initiatorin des Menstruationsmuseums in Amsterdam, sagte laut „Nyheter idag“: „@amandalind - deine Frisur ist kulturelle Appropriation - eine Art Blackfacing für Haare. Wie gedenkst du gegen Rassismus in Kulturschweden zu arbeiten?“[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Amanda Sofia Margareta Lind – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c »Krisen får inte definiera oss«. In: Dagens Arena. Abgerufen am 22. Januar 2019 (sv-SE).
  2. Kommunstyrelse. Abgerufen am 22. Januar 2019 (schwedisch).
  3. Amanda Lind tycker politiken är ett kall. 18. Dezember 2014, abgerufen am 22. Januar 2019 (schwedisch).
  4. Sveriges Radio: Amanda Lind vald till ny partisekreterare för Miljöpartiet - Nyheter (Ekot). Abgerufen am 22. Januar 2019 (schwedisch).
  5. Kommunalrådet Amanda Lind kan bli Miljöpartiets nya partisekreterare. 19. Februar 2016, abgerufen am 22. Januar 2019 (schwedisch).
  6. Amanda Lind (MP) blir ny kulturminister. 21. Januar 2019, abgerufen am 22. Januar 2019 (schwedisch).
  7. die tageszeitung 4. Februar 2019: Schwedens neue Kultusministerin
  8. a b Ny svensk minister vækker vrede med rastafarihår og hyldest til islamist. 22. Januar 2019, abgerufen am 22. Januar 2019 (dänisch).