Miljöpartiet de Gröna

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Miljöpartiet de Gröna
Umweltpartei Die Grünen
Logo der Schwedischen Grünen
Partei­vorsitzender Sprecher:
Isabella Lövin,
Gustav Fridolin
General­sekretär Amanda Lind (Parteisekretärin)
Gründung 20. September 1981
Haupt­sitz Pustegränd 1-3, Stockholm
Aus­richtung Grüne Politik
Farbe(n) Grün
Parlamentssitze
25/349
Mitglieder­zahl 15.500 (2011)
Internationale Verbindungen Global Greens (GG)
Europaabgeordnete
4/20
Europapartei Europäische Grüne Partei (EGP)
EP-Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz im Europäischen Parlament (Grüne/EFA)
Website www.mp.se

Miljöpartiet de Gröna (kurz MP, Umweltpartei - Die Grünen) ist eine im schwedischen Reichstag vertretene politische Partei. Die Grünen erreichten in der jüngsten Reichstagswahl 2014 6,9 % der Stimmen und 25 von 349 Mandaten.

Die Grünen werden traditionell von einer weiblich-männlichen Doppelspitze geführt. Die Parteisprecher sind Isabella Lövin (seit 2016) und Gustav Fridolin (seit 2011).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grünen gingen aus der alternativen Bewegung, Umweltbewegung und der Anti-Atomkraft-Bewegung der 1970er Jahre hervor und organisierten sich als politische Partei 1981. Im Nachklang der Tschernobyl-Katastrophe, die Skandinavien teilweise stark betroffen hatte, gelang es den Grünen bei der Wahl 1988, die Vierprozenthürde zu überwinden und in den Reichstag einzuziehen.

Kerngebiete der grünen Partei sind die Umweltpolitik. Die einstmals Anti-EU-Haltung hat sich im Laufe der Jahre zu einer, wenn auch kritischen, Pro-EU-Haltung entwickelt. Bei der Wahl 1991 verfehlten die Grünen die Vierprozenthürde, aber waren in einer Reihe von Provinziallandtagen und Gemeinderäten vertreten. 1994 kehrten sie in das Parlament zurück und 1998 leiteten sie eine parlamentarische Zusammenarbeit mit der sozialdemokratischen Minderheitsregierung ein, die bis zur Wahl 2006 bestand. Seit der Wahl zum Schwedischen Reichstag 2014 bilden sie wiederum eine Minderheitsregierung mit den Sozialdemokraten.

Ideologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie in vielen anderen europäischen Staaten haben sich auch die schwedischen Grünen von einer eher alternativen und basisdemokratischen Linkspartei zu einer liberalen Bürgerpartei entwickelt; dies mag an der Koexistenz mit der partiell libertären Vänsterpartiet liegen, denn im norwegischen und dänischen Parteiensystem beispielsweise, wo die sozialistischen Volksparteien die ökologische und pazifistischen Bewegungen beinah vollständig abdecken und aufnahmen, konnten sich eigenständige grüne Parteien nicht profilieren, wohingegen die französische Linke sich in einen pragmatischen (Parti socialiste) und einen radikalen (Parti communiste français) Teil spaltet, besetzen hier die Grünen noch die linksalternative Rolle. In der Umweltpolitik bildet die Miljöpartiet Schnittmengen mit der Vänsterpartiet und der Zentrumspartei (Centerpartiet). Gegenüber letzterer konnten sich die Grünen erst im Zuge der zunehmenden Neoliberalisierung der Zentrumspartei profilieren. Sozialpolitisch befindet sich die Miljöpartiet zwischen Sozialdemokraten und Liberalen.

Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichstagswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angaben von Statistiska Centralbyrån.[1]

Parteisprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1984 wurde die Partei vom Sitzungsleiter des Politischen Ausschusses nach außen vertreten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historische Wahlstatistiken Statistiska Centralbyrån, abgerufen am 24. Juni 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Miljöpartiet de Gröna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien