Miljöpartiet de Gröna

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Miljöpartiet de Gröna
„Umweltpartei Die Grünen“
Logo der schwedischen Grünen
Isabella LövinPer Bolund
Partei­vorsitzende Sprecher:
Isabella Lövin,
Per Bolund
General­sekretärin Märta Stenevi (Parteisekretärin)
Gründung 20. September 1981
Haupt­sitz Pustegränd 1–3, Stockholm
Aus­richtung Grüne Politik
Farbe(n) Grün
Parlamentssitze
16/349
Mitglieder­zahl 15.500 (2011)
Internationale Verbindungen Global Greens (GG)
Europaabgeordnete
2/20
Europapartei Europäische Grüne Partei (EGP)
EP-Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz im Europäischen Parlament (Grüne/EFA)
Website www.mp.se

Miljöpartiet de Gröna („Umweltpartei Die Grünen“, kurz MP) ist eine im schwedischen Reichstag vertretene politische Partei. Sie erhielt bei der Reichstagswahl 2018 4,4 % der Stimmen und 16 von 349 Mandaten.

Die Grünen werden traditionell von einer weiblich-männlichen Doppelspitze geführt. Die Parteisprecher sind Isabella Lövin (seit 2016) und Per Bolund (seit 2019).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grünen gingen aus der alternativen Bewegung, Umweltbewegung und der Anti-Atomkraft-Bewegung der 1970er Jahre hervor und organisierten sich als politische Partei 1981. Im Nachklang der Tschernobyl-Katastrophe, die Skandinavien teilweise stark betroffen hatte, gelang es den Grünen bei der Wahl 1988, die Vierprozenthürde zu überwinden und in den Reichstag einzuziehen.

Kerngebiet der grünen Partei ist die Umweltpolitik. Die einstmalige Anti-EU-Haltung hat sich im Laufe der Jahre zu einer, wenn auch kritischen, Pro-EU-Haltung entwickelt. Bei der Wahl 1991 verfehlten die Grünen die Vierprozenthürde, waren aber in einer Reihe von Provinziallandtagen und Gemeinderäten vertreten. Mit der Wahl 1994 kehrten sie in das Parlament zurück und leiteten nach der Wahl 1998 eine parlamentarische Zusammenarbeit mit der sozialdemokratischen Minderheitsregierung ein, die bis zur Wahl 2006 bestand. In Folge der Reichstagswahl 2014 übernahmen die Grünen erstmals Regierungsverantwortung als Juniorpartner der Sozialdemokraten in einer Minderheitsregierung, der Regierung Löfven I. Die rot-grüne Koalition wurde nach der Reichstagswahl 2018 mit der Minderheitsregierung Löfven II fortgesetzt.

Ideologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie in vielen anderen europäischen Staaten haben sich auch die schwedischen Grünen von einer eher alternativen und basisdemokratischen Links­partei zu einer liberalen Bürgerpartei entwickelt; dies mag an der Koexistenz mit der partiell libertären Vänsterpartiet liegen. Die Etablierung als eigenständige grüne Partei stellt einen großen Unterschied beispielsweise zum norwegischen und dänischen Parteiensystem dar, wo die sozialistischen Volksparteien die ökologischen und pazifistischen Bewegungen beinahe vollständig aufnahmen und abdecken, weswegen sich dort eigenständige grüne Parteien lange nicht profilieren konnten. In der Umweltpolitik bildet die Miljöpartiet Schnittmengen mit der Vänsterpartiet und der Zentrumspartei. Gegenüber letzterer konnten sich die Grünen erst im Zuge der zunehmenden Neoliberalisierung der Zentrumspartei profilieren. Sozialpolitisch befindet sich die Miljöpartiet zwischen Sozialdemokraten und Liberalen.

Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reichstagswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angaben von Statistiska Centralbyrån.[1]

Parteisprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1984 wurde die Partei vom Sitzungsleiter des Politischen Ausschusses nach außen vertreten.

Weitere bekannte Politiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Miljöpartiet de Gröna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historische Wahlstatistiken (Memento vom 17. Juli 2012 im Internet Archive) Statistiska Centralbyrån