Burgschleinitz-Kühnring

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Burgschleinitz-Kühnring
Wappen Österreichkarte
Wappen von Burgschleinitz-Kühnring
Burgschleinitz-Kühnring (Österreich)
Burgschleinitz-Kühnring
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Horn
Kfz-Kennzeichen: HO
Hauptort: Burgschleinitz
Fläche: 41,85 km²
Koordinaten: 48° 36′ N, 15° 49′ OKoordinaten: 48° 36′ 27″ N, 15° 49′ 0″ O
Höhe: 376 m ü. A.
Einwohner: 1.384 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 33 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3730 und 3713
Vorwahl: 02984
Gemeindekennziffer: 3 11 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Burgschleinitz 13
3730 Burgschleinitz
Website: www.burgschleinitz-kuehnring.at
Politik
Bürgermeister: Leopold Winkelhofer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
15
2
2
15 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Burgschleinitz-Kühnring im Bezirk Horn
Altenburg Brunn an der Wild Burgschleinitz-Kühnring Drosendorf-Zissersdorf Eggenburg Gars am Kamp Geras Horn Irnfritz-Messern Japons Langau Meiseldorf Pernegg Röhrenbach Röschitz Rosenburg-Mold Sigmundsherberg St. Bernhard-Frauenhofen Straning-Grafenberg Weitersfeld NiederösterreichLage der Gemeinde Burgschleinitz-Kühnring im Bezirk Horn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Burgschleinitz-Kühnring ist eine Marktgemeinde mit 1384 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgschleinitz-Kühnring liegt im Waldviertel am Nordostrand des Manhartsberges zwischen Eggenburg und Maissau. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 41,84 Quadratkilometer. 20,03 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosenburg-Mold Meiseldorf Eggenburg
Gars am Kamp Nachbargemeinden Straning-Grafenberg
Schönberg am Kamp Maissau

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing

In der Gemeinde Burgschleinitz-Kühnring finden zwei Postleitzahlen Verwendung. Die Orte Burgschleinitz, Kühnring, Sonndorf und Zogelsdorf haben die Postleitzahl 3730. Die anderen Orte haben die Postleitzahl 3713.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Bescheid der Niederösterreichischen Landesregierung vom 30. März 1982 erhielt die Gemeinde Burgschleinitz-Kühnring ein Gemeindewappen verliehen. Seine Blasonierung: “Ein geteilter Schild oben Blau, unten im goldenen Feld vier schwarze Balken, belegt mit einem silbernen rotbewehrten Adler.” Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Schwarz.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
1923 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2009
1.922 1.800 1.574 1.463 1.338 1.313 1.419 1.362

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Stelle, wo heute die Pfarrkirche von Kühnring steht, erbaute Hadmar I. in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Stammburg der Kuenringer, die Burg Kühnring. Im Schloss Harmannsdorf schrieb die österreichische Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner ihren Roman Die Waffen nieder! In Reinprechtspölla befindet sich das Geburtshaus des bedeutenden Urzeitforschers Josef Höbarth. Der in der Gemeinde abgebaute Zogelsdorfer Stein war im Barock und Historismus ein für Steinmetzarbeiten geschätzter Stein.

Reinprechtspölla ist eine Stiftspfarre von Klosterneuburg, um 1735 wurde die Kirche von Baumeister Leopold Wißgrill vergrößert und barockisiert. Die Pläne dazu sind zweifellos vom Barockarchitekten des Stiftes Klosterneuburg Donato Felice d’Allio. Im Zuge der Liturgieänderung wurde das Kircheninnere verändert, wie Tabernakel auf Seitenaltar versetzt, etc. Auf dem Friedhof von Reinprechtspölla befindet sich das Grab des renommierten Komponisten und Allroundtalentes Otto M. Zykan (1935–2006).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Leopold Winkelhofer, Amtsleiterin Gabriele Fraberger. Im Gemeinderat gibt es insgesamt 19 Sitze.
Seit der Gemeinderatswahl am 25. Jänner 2015 gilt folgende Mandatsverteilung:

Partei Sitze
ÖVP 15
SPÖ 2
GRÜNE 2

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche hl. Michael in Burgschleinitz mit einer Bausubstanz, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 36, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 109. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 670. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 48,76 Prozent.

Betriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016 eröffnete die Biobäckerei Joseph Brot an der Retzer Straße im Ortsteil Burgschleinitz eine neue 400 m² Brotmanufaktur auf einem 1800 m² großem Gelände. Dadurch konnte die Produktion von Vitis näher Richtung Wien verlegt werden, dem Hauptabsatzmarkt der Bäckerei. Die Firma produziert jährlich mit 39 Mitarbeitern in der Produktion eine halbe Million Stück Brot und Weckerl in Handarbeit.[3]

Regionale Zusammenarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marktgemeinde Burgschleinitz-Kühnring ist Mitglied der Kleinregion Manhartsberg.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Linienbusunternehmen PostBus fährt Haltestellen der Linien 1302 (HornEggenburg) und 1253 (HornRetz) in mehreren Orten der Gemeinde an. Die nächstgelegenen Bahnhöfe der ÖBB sind Limberg-Maissau, Straning und Eggenburg an der Franz-Josefs-Bahn.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Horner Straße (B4) führt durch die Orte Amelsdorf und Harmannsdorf. Die Retzer Straße (B 35) führt durch Burgschleinitz und Zogelsdorf.

Bedeutende in Burgschleinitz-Kühnring geborene Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutende in Burgschleinitz-Kühnring wirkende Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burgschleinitz-Kühnring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kundmachung der Niederösterreichischen Landesregierung vom 14. Mai 1982.
  2. Website des Internationalen Bertha von Suttner Vereins
  3. Neue Brotmanufaktur von Joseph Brot in Burgschleinitz eröffnet. Abgerufen am 30. September 2016.