Ammoniumfluorid

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Strukturformel
Ammoniumion   Fluoridion
Allgemeines
Name Ammoniumfluorid
Andere Namen
  • Fluorammonium
  • Ammonfluorid
Summenformel NH4F
CAS-Nummer 12125-01-8
Kurzbeschreibung

weiße, zerfließende Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 37,04 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,01 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

Zersetzung ab 100 °C[1]

Löslichkeit

gut in Wasser (820 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 331​‐​311​‐​301
P: 280​‐​309​‐​310​‐​302+352​‐​304+340 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 23/24/25
S: (1/2)​‐​26​‐​45
MAK

1 mg·m−3 (einatembarer Aerosolanteil)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Ammoniumfluorid ist das Ammoniumsalz von Fluorwasserstoff.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Ammoniumfluorid

Ammoniumfluorid bildet farblose, leicht zerfließende, in Wasser leicht lösliche Kristalle und ist giftig.

Reaktionen[Bearbeiten]

Beim Erhitzen zerfällt es in Ammoniak und Fluorwasserstoff:

\mathrm{NH_4F (s) \longrightarrow NH_3 (g) + HF (g)}

Synthese[Bearbeiten]

Die Darstellung von Ammoniumfluorid erfolgt durch Neutralisation von wässriger Ammoniaklösung mit Flusssäure und anschließender Kristallisation aus Wasser.

\mathrm{NH_3 (aq) + HF (aq) \longrightarrow NH_4F (aq)}

Ein anderer Syntheseweg ist das Erhitzen von Ammoniumchlorid mit Natriumfluorid, wobei das Produkt absublimiert:[4]

\mathrm{NH_4Cl + NaF \longrightarrow NH_4F + NaCl}

Vorsichtsmaßnahmen[Bearbeiten]

Ammoniumfluorid ist giftig. Berühren mit Haut und Augen vermeiden. Bei Kontakt mit starken Säuren wird Fluorwasserstoff freigesetzt. Dieser ist außerordentlich giftig und stark ätzend.

Entsorgung[Bearbeiten]

Gelöstes Fluorid als Calciumfluorid ausfällen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu CAS-Nr. 12125-01-8 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 31.12.2007 (JavaScript erforderlich)
  2. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 12125-01-8 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  4. G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry. 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, ISBN 012126601X S. 183