Andreï Makine

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Andreï Makine, 2013

Andreï Makine (* 10. September 1957 in Krasnojarsk, Sowjetunion) ist ein französischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Makine wuchs in der Provinzstadt Pensa auf. Seit seiner Kindheit ist er durch seine französische Großmutter mit der Kultur und Sprache Frankreichs vertraut. Charlotte Lemonnier war vor dem Ersten Weltkrieg noch im Kindesalter mit ihren Eltern von Frankreich ins russische Zarenreich ausgewandert, wo ihr Vater anschließend als Arzt arbeitete.[1][2] Allerdings behauptete Makine in späteren Interviews, er habe Französisch von einem Freund gelernt. Schon als Junge schrieb er Gedichte in Französisch und in seiner Muttersprache Russisch. Er studierte in Twer und Moskau Philologie und lehrte kurze Zeit Philosophie in Nowgorod. 1987 kam er im Rahmen eines Lehreraustauschprogramms nach Frankreich. Dort entschied er sich zu bleiben, erhielt politisches Asyl und entschloss sich, ein Leben als Schriftsteller in Frankreich zu führen; seitdem lebt er in Paris, anfangs in sehr ärmlichen Verhältnissen. Seine ersten in französischer Sprache verfassten Manuskripte – wie den Debütroman Tochter eines Helden (1990) – gab er als französische Übersetzungen aus dem Russischen aus, um die Skepsis des Verlags zu zerstreuen, dass ein erst seit kurzem in Frankreich lebender russischer Emigrant in einer zweiten Sprache schreiben kann. Nach enttäuschenden Reaktionen auf seine beiden ersten Romane dauerte es acht Monate, einen Verlag für seinen Roman Das französische Testament zu finden, mit dem er 1995 auf einen Schlag berühmt wurde. Im selben Jahr erhielt er als erster Schriftsteller gleichzeitig die beiden renommiertesten Literaturpreise Frankreichs, den Prix Goncourt und den Prix Médicis. 1998 erhielt er den finnischen Eeva-Joenpelto-Preis und 2005 für sein Gesamtwerk den mit 15.000 Euro dotierten Literaturpreis der Stiftung Prinz Pierre von Monaco. Am 3. März 2016 wurde Makine als Nachfolger der verstorbenen Assia Djebar auf den Fauteuil 5 in die Académie française gewählt.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Übersetzungen Holger Fock, Sabine Müller; Verlag Hoffmann & Campe, Hamburg
nicht ins Deutsche übersetzt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Torn Between Two Languages, nytimes.com, 17. August 1997
  2. Русский «Гонкур», kommersant.ru, 25. Mai 2008
  3. Élection de M. Andreï Makine (F5)