Pensa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Die Stadt in Burkina Faso findet sich unter Pensa (Burkina Faso); der kanadischer Cutter findet sich unter Martin Pensa.
Stadt
Pensa
Пенза
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Wolga
Oblast Pensa
Stadtkreis Pensa
Innere Gliederung 4 Stadtrajons
Bürgermeister Roman Tschernow
Gegründet 1663
Stadt seit 1663
Fläche 288,5 km²
Bevölkerung 517.311 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1793 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 150 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 8412
Postleitzahl 4400xx
Kfz-Kennzeichen 58
OKATO 56 401
Website www.penza-gorod.ru
Geographische Lage
Koordinaten 53° 12′ N, 45° 1′ O53.245.016666666667150Koordinaten: 53° 12′ 0″ N, 45° 1′ 0″ O
Pensa (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Pensa (Oblast Pensa)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Pensa
Liste der Städte in Russland

Pensa (russisch Пе́нза, wissenschaftliche Transliteration: Penza) ist eine russische Stadt in der Oblast Pensa, etwa 550 Kilometer Luftlinie südöstlich von Moskau am Fluss Sura. Sie hat 517.311 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Pensa wurde im Jahre 1663 als Teil der Befestigung zur Sicherung des Russischen Reiches gegen die Angriffe der Krimtataren gegründet. 1716 wurde Pensa Provinzhauptstadt, später Hauptstadt des Gouvernements Pensa und 1939 administratives Zentrum der Oblast Pensa.

Von 1945 bis 1947 bestanden in der Stadt die Kriegsgefangenenlager Nummer 161 und 399 für deutsche Kriegsgefangene.[2][3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 59.981
1939 159.776
1959 255.481
1970 373.650
1979 482.916
1989 542.612
2002 518.025
2010 517.311

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt mit fünf Bahnhöfen (die wichtigsten sind der Hauptbahnhof Pensa I und der Rangierbahnhof Pensa V) und besitzt einen Flughafen, der seit 2004 wieder für den zivilen Verkehr geöffnet ist.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die deutsche Felix Schoeller Gruppe betreibt die Papierfabrik Mayak-Technocell.

Sonstiges[Bearbeiten]

Siebzehn Kilometer südöstlich von Pensa befindet sich das Chemiewaffenlager Leonidowka, in dem fast 7.000 t Nervengas lagern. Ab dem Zweiten Weltkrieg diente die Gegend immer wieder als regionale, aber auch internationale Drehscheibe im Chemiewaffengeschäft. Bereits 1993 ergaben Bodenproben eine massive Überschreitung der Grenzwerte von Arsen und Dioxinen. 2001 hat man mit der Sanierung des verseuchten Umlandes begonnen. In Pensa wurden die historisch bedeutenden Computer der Sowjetunion von Typ Ural gefertigt.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Eine Straße im Stadtzentrum von Pensa

Die Stadt besteht aus vier Stadtrajons:

  • Железнодорожный район (Eisenbahn-Stadtbezirk)
  • Ленинский район (Lenin-Stadtbezirk)
  • Октябрьский район (Oktober-Stadtbezirk)
  • Первомайский район (Erster-Mai-Stadtbezirk)

Weiterführende Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

  • Fakultät des Allrussischen Ferninstituts für Finanzen und Ökonomie
  • Filiale der Internationalen Unabhängigen Ökologisch-Politologischen Universität
  • Filiale der Öffentlichen Sozialuniversität Moskau
  • Staatliche Landwirtschaftliche Akademie Pensa
  • Staatliche Pädagogische Universität Pensa
  • Staatliche Universität Pensa
  • Staatliche Universität für Architektur und Bauwesen Pensa
  • Technisches Artillerieinstitut Pensa (ПВАИУ: Пензенское Высшее Артиллерийское Инженерное ордена Красной Звезды Училище имени Главного маршала артиллерии Н. Н. Воронова – Pensaer Artillerieingenieurhochschule „N. N. Woronow“, ausgezeichnet mit dem Orden „Roter Stern“)
  • Sawizki-Kunstfachschule Pensa

Sport[Bearbeiten]

Der Eishockeyverein Disel Pensa spielt in der zweithöchsten russischen Spielklasse.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Klimatabelle[Bearbeiten]

Pensa
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
41
 
-7
-14
 
 
29
 
-6
-14
 
 
32
 
0
-7
 
 
36
 
12
2
 
 
41
 
21
8
 
 
62
 
24
13
 
 
67
 
26
14
 
 
56
 
24
12
 
 
53
 
18
7
 
 
49
 
9
1
 
 
52
 
0
-4
 
 
45
 
-4
-10
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Roshydromet
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Pensa
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −6,9 −5,8 0,3 11,9 21,2 24,4 25,7 23,7 17,6 8,9 0,4 −4,3 Ø 9,8
Min. Temperatur (°C) −13,9 −13,5 −7,1 1,7 8,1 12,5 14,2 11,9 7,1 1,3 −4,4 −10,4 Ø 0,7
Niederschlag (mm) 41 29 32 36 41 62 67 56 53 49 52 45 Σ 563
Regentage (d) 9 7 7 7 8 9 9 8 8 9 10 10 Σ 101
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
−6,9
−13,9
−5,8
−13,5
0,3
−7,1
11,9
1,7
21,2
8,1
24,4
12,5
25,7
14,2
23,7
11,9
17,6
7,1
8,9
1,3
0,4
−4,4
−4,3
−10,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
41
29
32
36
41
62
67
56
53
49
52
45
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Roshydromet

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
  3.  Orte des Gewahrsams von deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion (1941-1956) : Findbuch. Stiftung Sächsische Gedenkstätte, Dresden 2010, ISBN 978-3-934382-22-0, S. 133–134.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pensa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien