Andreas Wolter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Andreas Wolter vor dem Auftritt in der Frz. Friedrichstadtkirche

Andreas Michael Dieter Wolter (* 3. Dezember 1966 in Offenbach am Main) ist ein deutscher Pianist, Organist, Musikproduzent, Pädagoge und Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in Offenbach geborene Wolter wuchs als Kind im Westteil der geteilten Stadt Berlin auf. Mit sechs Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht, später kamen noch Orgel und Cembalo dazu. In seiner Jugend gewann er mehrere Preise, u. a. den 1. Begleiterpreis im Bundeswettbewerb Jugend musiziert.

Sein Musikstudium absolvierte er an der UDK in Berlin und an der Musikhochschule Münster. Seine Klavierlehrer waren Michael Seewann, Klaus Hennecke, Gregor Weichert, Elena Lapitzkaja und Wolfgang Saschowa. Außerdem lernte er Orgel bei Kantor Jürgen Schulz, sowie Cembalo bei Tobias Schade.

Seit seinem Studium gibt er zahlreiche Solokonzerte am Klavier sowie Kammermusikkonzerte, begleitet Sänger und musiziert mit Orchestern. Konzerte führten ihn unter anderem in die USA, nach Polen, Russland, Österreich und Italien. Typisch ist seine Vielseitigkeit: Er spielt auch in kleinen Orten wie Kirchen, Seniorenheimen und bei Hauskonzerten auf, aber auch an renommierten Orten wie der Philharmonie Berlin, dem Französischen und dem Berliner Dom, in der Laeiszhalle Hamburg oder im Konzerthaus Berlin. Gelegentlich ist er auch in kleinen Jazzformationen zu hören.

Seit 2008 lebt er mit seiner Familie in Berlin-Pankow.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bühnentätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er arbeitete als Komponist, Produzent und musikalischer Leiter für die Brandenburger Symphoniker, Die Darß-Festspiele, das Brandenburger Theater, Nordharzer Städtebundtheater, Hans Otto Theater, Schmalzstullen Theater und Theater Thikwa. Es entstanden u. a. Bühnenwerke wie "Frühlingserwachen" (Uraufführung Theater Brandenburg)[1], "Die Werther Story" (Neu Inszenierung & Uraufführung Theater Brandenburg)[2], "Grete Minde"[3] (Theodor Fontane) und "Brennendes Pferd" (Theater Thikwa).[4]

Ensembles und Orchester[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er tritt unter auf mit: The Oboe goes BaRock, Jupiter Orchester, Studio für historischen Tanz, Chamber of Lights, Deutsche Philharmonie Berlin, Edition 5 u. a.

Filmkompositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Interesse für Studioarbeit führte ihn ab 2000 dazu, Filmmusiken zu komponieren. Zunächst steuerte er Filmmusiken für experimentelle Projekte und Animationsfilme von Filmstudenten bei. Später vertonte er TV- und Kinofilme namhafter Regisseure wie Elfi Mikesch, Rosa von Praunheim, Heide Breitel u. a.

Instrumental- und Vokalmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Wolter hat mehrere Klavierzyklen komponiert und auf Tonträgern veröffentlicht, des Weiteren Stücke für klassische Besetzungen sowie für Gesang, Chor und Orchester. Stilistisch fühlt er sich neben klassischen Einflüssen Philip Glass, Yann Tiersen, Einaudi und Klaus Schulze verpflichtet.

Pädagogische Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolter verfügt über eine lange Unterrichtserfahrung. Er arbeitet an zwei Musikschulen, ist Fachbereichsleiter für Klavier und hat Schüler auf ein Musikstudium vorbereitet. Dazu kommt seine Arbeit mit Schauspielern und als musikalischer Leiter.

Musikerkollegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er trat u. a. mit Dariusz Blaszkiewicz, Jeannette Rasenberger, Daniel Agi, Ute Beckert, Karin Grüger, Romy Nagy, Manuel Munzlinger, Gerta Stecher, Sonja Walter, Marion Kokott, Isabel Barbosa, Boris Lichtmann, Bettina Hartl, Dieter Wolter, Renate Gräger, Sylke Geißendorfer und Jakob Altendorf auf.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige seiner Projekte erhielten Auszeichnungen, z. B.:

  • Goldener Papageno (in mehreren Kategorien): "Frühlings Erwachen" (Beste Musikproduktion)[5]
  • Internationale Wirtschaftsfilmtage Wien Grand Prix Victoria in Silber für Imagefilm "Dresden, Stadt der Erfindungen"[6]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Instrumentalwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emotion Pictures (Klavierzyklus, Besetzung: Klavier Solo)
  • Emotion Pictures und Cello (Besetzung: Cello und Klavier)
  • Piano Poetry (Klavierzyklus)
  • Elegie Op. 14 (Cello und Klavier)
  • Romanza Andalusa Op. 7 Nr. 2 (Cello und Klavier)
  • Partita Op. 11 (Flöte Solo)

Orchesterwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rosa Symphonie Orchester Chor und Band
  • Sinfonietta (4. Sätze für Orchester)

Lieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwölf Lieder nach Gedichten von Erna Fitzner Op. 80 A-D (Sopran, Violine, Cello, Klavier)

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Teuflische Tropfen (2018)
  • Männerfreundschaften (2018)
  • Überleben in Neukölln (2017)
  • Härte (2015)
  • Praunheim Memoires (2015)
  • Laura – Das Juwel von Stuttgart (2014)
  • Auf der Suche nach Heilern (2014)
  • Hitler und Jesus – Eine Liebesgeschichte (2014)
  • Rosas Welt (70 neue Filme) (2012)
  • König des Comics (2012)
  • Die Jungs vom Bahnhof Zoo (2010)
  • New York Memories (2010)
  • Rosas Höllenfahrt (2009)
  • Meine Mütter – Spurensuche in Riga (2008)
  • Imagefilm DREWAG „Dresden. Stadt der Erfindungen.“ (2014)

CD-Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rosa Soundtracks
  • eMotion Pictures und eMotion Pictures II
  • Romantic Minimals
  • Piano Poetry
  • The Oboe goes BaRock
  • Soirée de Berlin
  • Lieder der Welt
  • Die schönsten Klavierstücke Vol. 1
  • Part of the galaxy
  • Advents- und Weihnachtslieder
  • Tango Project Vol. I
  • Samuel Hahnemann (Hörspiel)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Uraufführung Jugendtheater Brandenburg [1]
  2. Neu Inszenierung Die Werther Story vom Jugendtheater des Brandenburger Theaters[2]
  3. Uraufführung Grete Minde https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1383242/
  4. Brennendes Pferd - Musik: Andreas Wolter [3]
  5. Brandenburger Theater "Frühlings Erwachen" [4]
  6. DREWAG „Dresden. Stadt der Erfindungen.“ [5]