Darkroom – Tödliche Tropfen

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Film
OriginaltitelDarkroom – Tödliche Tropfen
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2019
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
Stab
Regie Rosa von Praunheim
Drehbuch Rosa von Praunheim
Uta Eisenhardt
Nico Woche
Produktion Rosa von Praunheim
Musik Andreas M. Wolter
Heiner Bomhard
Kamera Lorenz Haarmann
Schnitt Mike Shephard
Rosa von Praunheim
Besetzung

Darkroom – Tödliche Tropfen ist ein deutsches Kriminal-Drama aus dem Jahr 2019 unter Regie und nach einem Drehbuch von Rosa von Praunheim mit Božidar Kocevski, Heiner Bomhard und Katy Karrenbauer in den Hauptrollen. Kocevski spielt die Rolle des sogenannten Darkroom-Mörders, die auf einem wahren Fall im Jahr 2012 in Berlin basiert.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sich Lars, ein Krankenpfleger, und Roland in einem Schwulenclub in Saarbrücken kennengelernt haben, ziehen die beiden nach Berlin. Dort kommt Lars zum ersten Mal in Kontakt mit Liquid Ecstasy. Schon kurz darauf begeht er seinen ersten Mord an einem ehemaligen Freund von Roland und tötet anschließend weitere Bekannte oder auch Zufallsbekanntschaften, indem er ihnen eine Überdosis Liquid Ecstasy verabreicht. So finden in Berlin 2012 innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen drei Männer ihren Tod, zwei weitere überleben, weil schnell genug Hilfe eintraf. Nachdem Lars mit den Kreditkarten der Opfer bezahlt, kann er gefasst werden und wird etwa ein Jahr später unter Feststellung der besonderen Schwere der Schuld zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Der Film folgt stark den tatsächlichen Geschehnissen im Jahr 2012 in Berlin.[2]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darkroom – Tödliche Tropfen ist eine Produktion von Rosa von Praunheim Filmproduktion in Koproduktion mit dem RBB, dem Saarländischen Rundfunk und Arte. Gedreht wurde in Berlin, unter anderem am Amtsgericht Neukölln, am Märchenbrunnen in Friedrichshain und im Fernsehzentrum in Westend[3] von Mitte Juni bis Ende Juli 2018.

Verantwortlich für das Drehbuch zeigte sich Rosa von Praunheim, der auch als Regisseur und Produzent auftrat, gemeinsam mit der Gerichtsreporterin Uta Eisenhardt. Die Journalistin Eisenhardt berichtete im Jahr 2012 über das Gerichtsverfahren und schrieb eine unveröffentlichte Reportage über den Fall.[3] Nico Woche wirkte als Dramaturg mit.

Uraufgeführt wurde Darkroom – Tödliche Tropfen auf dem FIRE!! Barcelona LGBT Film Festival am 8. Juni 2019,[4] am 29. September 2019 feierte der Film auf dem Filmfest Hamburg seine Deutschlandpremiere.[5] Deutscher Kinostart war am 30. Januar 2020. Der Film wurde unter anderem auf dem internationalen LGBTQ-Fimfestival Reeling in Chicago, dem Queerfilm Festival Bremen, den Lesbisch Schwulen Filmtagen Hamburg und auf dem Filmfestival Chéries-Chéris in Paris präsentiert,[6] außerdem war er Eröffnungsfilm des Max-Ophüls-Filmfestivals 2020.[7]

Der Film erzählt aus Täterperspektive und nicht chronologisch. Szenen aus dem Gerichtssaal wechseln sich mit Szenen in der Zelle und Rückblenden in die Vergangenheit ab. Aus Respekt vor den tatsächlichen Opfern sind alle Namen geändert worden.[8]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Redaktion von cinema.de vergab drei von fünf möglichen Punkten und schrieb: „Aufgrund der künstlerischen wie künstlichen Inszenierung ist es egal, wie schlecht das Drama vereinzelt gespielt ist.“[9] Knut Elstermann von MDR Kultur lobte die beiden Hauptdarsteller Kocevski und Bomhard und zeigte sich begeistert über die sensiblen Szenen zwischen den beiden Männern, dagegen seien die Szenen im Gericht „auf irritierende Weise krass überzeichnet.“[2] Von Praunheim schaffe Aha-Momente durch die nicht chronologische Erzählweise, lobte Jens Balkenbourg von epd Film. Die Szenen aus dem Gerichtssaal bezeichnete er dagegen als „kurze Momente mitten in einer billigen Fernsehgerichtsshow.“ Weiter schrieb er, dass die Stärke des Films die Beziehung zwischen den beiden Hauptdarstellern und der Horror des nicht begreifbaren Lars sei.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Darkroom – Tödliche Tropfen. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b Knut Elstermann: "Darkroom – Tödliche Tropfen": Kritik zum Film von Rosa von Praunheim. In: mdr.de. Mitteldeutscher Rundfunk, 30. Januar 2020, abgerufen am 27. September 2020.
  3. a b Andreas Conrad: Rosa von Praunheim dreht Film über Berliner Darkroom-Mörder. In: Der Tagesspiegel. 31. Juli 2013, abgerufen am 27. September 2020.
  4. Darkroom (Tödliche Tropfen). In: mostrafire.com. Abgerufen am 27. September 2020 (englisch).
  5. Michael Rädel: Deutschland-Premiere! Der neue Praunheim. 1. August 2019, abgerufen am 27. September 2020 (deutsch).
  6. Darkroom. In: missingfilms.de. Abgerufen am 27. September 2020.
  7. David Differdange: "Darkroom" von Rosa von Praunheim. In: sr.de. Saarländischer Rundfunk, 20. Januar 2020, abgerufen am 27. September 2020.
  8. Gregor Torinus: Darkroom – Tödliche Tropfen (D 2019): KRITIK. In: artechock. Abgerufen am 27. September 2020.
  9. Darkroom – Tödliche Tropfen. In: cinema.de. Abgerufen am 27. September 2020.
  10. Jens Balkenbourg: Kritik zu Darkroom – Tödliche Tropfen. In: epd Film. 24. Januar 2020, abgerufen am 27. September 2020.