Die Jungs vom Bahnhof Zoo

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Filmdaten
OriginaltitelDie Jungs vom Bahnhof Zoo
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2011
Länge86 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieRosa von Praunheim, Regieassistenz: Markus Tiarks, Oliver Sechting, Sergiu Grimalschi
ProduktionRosa von Praunheim
MusikAndreas Wolter
KameraNicolai Zörn, Lorenz Haarmann, Jens Pätzold, Dennis Pauls, Thomas Ladenburger
SchnittMike Shephard

Die Jungs vom Bahnhof Zoo ist ein Dokumentarfilm über die gegenwärtige Stricherszene in Berlin. Seine Uraufführung erlebte der Film 2011 bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin. Der Kinostart erfolgte am 24. Februar 2011. Der Film versucht, das Bild, das das Buch Wir Kinder vom Bahnhof Zoo sowie der danach entstandene Film zeichnen, um den Aspekt der männlichen Prostitution zu ergänzen.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anhand von Interviews mit ehemaligen und noch aktiven Strichern werden die Lebensrealitäten männlicher Prostituierter in Berlin behandelt. Der Film bleibt wertfrei und objektiv und zeichnet die Stricherszene als gesellschaftliches Submilieu, welches sowohl von tragischen Schicksalen, als auch von Alltäglichkeiten und Routinen geprägt ist. Nicht nur der direkte Verkauf von sexuellen Diensten wird thematisiert, sondern auch andere, mit der männlichen Prostitution verbundene Aspekte: Armut, Drogensucht, AIDS, Kriminalität, Migration, Liebe und Partnerschaft.

Bei der Recherche und Produktion hat der Regisseur Rosa von Praunheim eng mit Mitarbeitern des Stricherprojekts subway (Hilfe-für-Jungs e. V.) aus Berlin Schöneberg zusammengearbeitet, welches auch im Film häufig erwähnt wird.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Webseite kinofenster.de schreibt in ihrer Rezension: „Eine Romantisierung liegt dem Regisseur so fern wie das Motiv der Abschreckung. Vielmehr verbindet der in einfacher Handkameraoptik und weitgehend ohne Musik produzierte Film seine nüchterne Betrachtung mit einem hohen Maß an Empathie.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grimme-Preis 2012 (Kategorie: Information und Kultur) [3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. (7) Panorama: Das Fleisch ist schwach - Kultur - Tagesspiegel. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 3. November 2016.
  2. Die Jungs vom Bahnhof Zoo auf kinofenster.de, abgerufen am 6. März 2012.
  3. Alexander Krei: Walulis und "Tatortreiniger" gewinnen Grimme-Preis. DWDL.de, abgerufen am 13. März 2012.