Angel Haze

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Angel Haze (2013)
Angel Haze (2013)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[1]
New York
  UK 58 20.10.2012 (2 Wo.)
Battle Cry (mit Sia)
  UK 70 22.03.2014 (2 Wo.)

Angel Haze (* 1991 in Detroit; eigentlicher Name Raeen Roes Wilson) ist eine US-amerikanische Rapperin.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angel Haze ist zum Teil indianischer Abstammung (ihr Cherokee-Name ist Raee’n Wahya[2]) und wuchs ohne ihren Vater in Detroit in der Pfingstgemeinschaft Greater Apostolic Faith in Virginia auf. Ihre Erfahrungen mit traumatischen Erlebnissen und Vergewaltigungen schrieb sie zuerst in Tagebüchern in Gedichten und nach dem Bruch mit der Kirche mit 16 Jahren auch in Raptexten nieder. Haze zog nach New York und nahm ein Neurologie-Studium auf, wandte sich dann aber ganz der Rapmusik zu. Im Internet veröffentlichte sie mehrere Mixtapes und die EP Reservation. Durch den Erfolg wurde auch Island Records auf sie aufmerksam und im August 2012 unterschrieb sie einen Plattenvertrag. Kurz darauf erschien ihre erste Single über ihre Heimatstadt New York, die in Großbritannien in die Charts kam. Das Album Reservation wurde als kostenloser Download angeboten.

Angel Haze beim norwegischen Øyafestivalen am 10. August 2013

In den Prognosen der Musiksender, wer 2013 den Durchbruch schaffen würde, wurde ihr Name häufig genannt. So gehörte sie zu den zehn Kandidaten von MTV Brand New for 2013[3] und belegte Platz 3 in der BBC-Umfrage Sound of 2013.[4] Es dauerte aber ein ganzes Jahr bis zur Veröffentlichung ihres offiziellen Debütalbums: Dirty Gold erschien erst zum Jahreswechsel 2013/14 und konnte sich dann nur in den Heatseeker-Charts für neue Künstler platzieren. Die auf dem Album enthaltene Kollaboration mit der Australierin Sia Furler mit dem Titel Battle Cry wurde noch ein kleinerer Erfolg in Großbritannien.[1]

Angel Haze ist offen pansexuell und nichtbinär, und hat sich nach der Pornodarstellerin Jenna Haze benannt.[5][6] Sie erklärte in einem Interview, dass ihr egal ist, ob sie mit männlichen oder weiblichen Pronomen bezeichnet wird.[7] In ihrem von Macklemore gecoverten Song Same Love äußert sie sich offen zu ihrer queeren Lebensweise und den Problemen, die sie unter anderem dadurch mit ihrer konservativen Mutter bekam. Sie definiert sich im Lied selbst als "No, I'm not gay, no I'm not straight, and I sure as hell am not bisexual." Sie spricht sich zudem dafür aus, sich selbst zu akzeptieren und der Liebe den Vorrang zu gewähren – "And the only thing to do is put love first."[8]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Album

  • Dirty Gold (2013)
  • Back to the Woods (2015)
  • Reservation (2016)

Mixtapes

  • King (2011)
  • Voice EP (2012)
  • Reservation (2012)
  • Classick (2012)

Lieder

  • New York (2012)
  • Werkin' Girls (2012)
  • Battle Cry (Angel Haze & Sia, 2013)
  • Pleasure This Pain (Angel Haze & Kwamie Liv, 2015)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: UK / US
  2. Timely | Native Voice, Jacob Brown, New York Times Blog, 26. November 2012
  3. Haim, Angel Haze, Tom Odell head up MTV Brand New for 2013 shortlist, NME, 28. November 2012
  4. Sound of 2013 - 3. Angel Haze, BBC, 2. Januar 2013
  5. Freshman Initiation: Angel Haze, bad-perm.com, 28. Juni 2012
  6. Angel Haze, DMVculture, 6. Oktober 2011 (Memento vom 23. März 2012 im Internet Archive)
  7. Angel Haze, interview: 'At home, I’m dead. But on stage, I’m God'. In: Evening Standard. 15. Januar 2016 (standard.co.uk [abgerufen am 7. Februar 2017]).
  8. Angel Haze - Same Love Freestyle lyrics, rap.genius.com, 18. Juli 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Angel Haze – Sammlung von Bildern