Anne Schwanewilms

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anne Schwanewilms

Anne Schwanewilms (* 1967 in Gelsenkirchen) ist eine deutsche Opernsängerin (Sopran).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anne Schwanewilms erhielt ihre Gesangsausbildung in Köln. Zu ihren Lehrern gehörte der berühmte Bassist Hans Sotin. Vor ihrer Gesangsausbildung erlernte sie in Gelsenkirchen das Handwerk der Floristen. Von 1990 bis 1992 war sie Mitglied des Opernstudios in Köln, anschließend war sie an der dortigen Oper bis 1996 reguläres Ensemblemitglied. Nachdem sie anfänglich Rollen für Mezzosopran gesungen hatte, orientierte sie sich neu, kündigte sogar eingangene langfristige Verträge, und wechselte in das Sopranfach. Sie gastiert an den Opernhäusern in Hamburg, Dresden, Frankfurt, München, Wien, Zürich, London, Rom, Barcelona, Madrid, Mailand, New York und Tokio. Mehrfach war sie bei den Bayreuther- und Salzburger Festspielen zu Gast.

Anne Schwanewilms machte sich zunächst vor allem als Interpretin von Richard Wagner-Partien einen Namen. 1996 bis 1998 trat sie bei den Bayreuther Festspielen als Gutrune in der Götterdämmerung auf. Heute zählt sie international zu den herausragenden Interpretinnen der Werke von Richard Strauss. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Arabella, Ariadne (Ariadne auf Naxos), Feldmarschallin (Der Rosenkavalier), Kaiserin (Die Frau ohne Schatten) und Danae (Die Liebe der Danae). Darüber hinaus singt sie auch Rollen wie Desdemona (Otello), Marie (Wozzeck) und Madame Lidoine (Dialogues des Carmélites).

Anne Schwanewilms bezeichnete in einem Interview von 2012 das Lied als ihr Metier, Liederabende seien „meine Inszenierungen“.[1] Bei ihren Liederabenden wird sie unter anderem vom Malcom Martineau, Charles Spender und Roger Vignoles begleitet und interpretiert Lieder von Schumann, Wolf, Wagner, Liszt, Mahler, Strauss und Schönberg. Anne Schwanewilms gibt regelmäßig Meisterkurse und ist Mitglied der Jury des Louis-Spohr-Wettbewerbs für Liedbegleitung.[2]

Die Zeitschrift Opernwelt ernannte Anne Schwanewilms 2002 zur „Sängerin des Jahres“. 2014 wurde ihre CD-Einspielung von Richard Strauss’ Elektra unter der Leitung von Christian Thielemann für den Grammy nominiert.

CD-Aufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Strauss: Elektra – Profil
  • Richard Strauss: Lieder – Hyperion
  • Richard Strauss: Orchesterlieder – Halle
  • Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 8 – Decca
  • Francis Grier: Around the Curve of the World – Somm
  • Richard Wagner: Wesendonck-Lieder – Capriccio
  • Gustav Mahler: Kindertotenlieder – Onyx
  • Johanna Doderer: Symphony Nr. 2 und Violin Concerto Nr. 2 – Capriccio
  • Richard Wagner: Gurre-Lieder – Thorofon

DVD-Aufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kutsch / Riemens: Großes Sängerlexikon – Saur Verlag
  • Manuel Brug: Die Neuen Sängerstimmen – Henschel Verlag

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anne Schwanewilms – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anne Schwanewilms: „Ich habe meiner Stimme ein schönes Bett gemacht“. Interview mit Arnt Cobbers in der Zeitschrift Crescendeo, vom 28. November 2012.
  2. Pressemitteilung der Louis-Spohr-Stiftung vom 2. Februar 2016, abgerufen am 7. März 2016.