Gurre-Lieder

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Ruine des Schlosses Gurre 2007
Aufführung der Gurre-Lieder im Opernhaus Graz 2013

Die Gurre-Lieder sind ein Oratorium für fünf Gesangssolisten, Sprecher, Chor und großes Orchester von Arnold Schönberg.

Vorlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Textdichtung stammt von dem dänischen Schriftsteller Jens Peter Jacobsen, sie wurde von Robert Franz Arnold ins Deutsche übersetzt. Der Titel Gurre-Lieder bezieht sich auf den Ort Schloss Gurre, eine Burgruine in Nord-Seeland in Dänemark. Gurre ist der Ort der mittelalterlichen Liebestragödie in Jacobsens Gedichten rund um die dänische Legende von König Valdemar Atterdags Liebe zu seiner Geliebten Tove und ihre Ermordung, die durch seine Königin Helvig durchgeführt wurde.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Werk ist in drei Teile gegliedert.

Teil 1

Orchestervorspiel

  1. Nun dämpft die Dämm'rung (Waldemar)
  2. O, wenn des Mondes Strahlen (Tove)
  3. Roß! Mein Roß! Was schleichst du so träg! (Waldemar)
  4. Sterne jubeln, das Meer, es leuchtet (Tove)
  5. So tanzen die Engel vor Gottes Thron nicht (Waldemar)
  6. Nun sag ich dir zum ersten Mal (Tove)
  7. Es ist Mitternachtszeit (Waldemar)
  8. Du sendest mir einen Liebesblick (Tove)
  9. Du wunderliche Tove! (Waldemar) Orchesterzwischenspiel
  10. Tauben von Gurre! (Stimme der Waldtaube)
Teil 2
  1. Herrgott, weißt du, was du tatest (Waldemar)
Teil 3
  1. Erwacht, König Waldemars Mannen wert! (Waldemar)
  2. Deckel des Sarges klappert und klappt (Bauer)
  3. Gegrüßt, o König, an Gurre-Seestrand! (Waldemars Mannen)
  4. Mit Toves Stimme flüstert der Wald (Waldemar)
  5. Ein seltsamer Vogel ist so’n Aal (Klaus-Narr)
  6. Du strenger Richter droben (Waldemar)
  7. Der Hahn erhebt den Kopf zur Kraht (Waldemars Mannen) Des Sommerwindes wilde Jagd - Orchestervorspiel
  8. Herr Gänsefuß, Frau Gänsekraut (Sprecher)
  9. Seht die Sonne farbenfroh am Himmelssaum (Gemischter Chor)

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Agnes Grond: Gurre-Lieder für Soli, Chor und Orchester (1900–03/11), Arnold Schönberg Center Wien 2009
  • Hans-Klaus Jungheinrich: Wider Gott und ohne Christus. Arnold Schönberg: Gurre-Lieder, in: Musica. Zweimonatsschrift für alle Gebiete des Musiklebens [ISSN 0027-4518], Band 47, 1993, Heft 3, Seite 185–186
  • Ulrich Krämer (Hrsg.): Arnold Schönberg: Gurre-Lieder für Soli, Chor und Orchester. Studienpartitur (mit einem Text von Jens Peter Jacobsen). Universal Edition, Wien u. a.
  • Ulrich Krämer: Idee - Kunst - Religion : Schönbergs "Gurre-Lieder" als Weltanschauungsmusik, in: Die Tonkunst. Magazin für klassische Musik und Musikwissenschaft, Band 4, 2010, Heft 4, Seite 522–534.
  • Werner Oehlmann, Alexander Wagner: Reclams Chormusik- und Oratorienführer. 8., durchges. Aufl. Reclam, Stuttgart 2003, ISBN 3-15-010550-1
  • Giselher Schubert: Schönbergs frühe Instrumentation. Untersuchungen zu den Gurreliedern, zu op. 5 und op. 8, Verlag Valentin Koerner, Baden-Baden 1975 (Collection d'études musicologiques 59), ISBN 3-87320-559-9
  • Ulrich Tadday (Hrsg.): Arnold Schönberg. Musik-Konzepte 112/113. Edition text + kritik, München 2001, ISBN 3-88377-660-2