Annette Haller

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Annette Haller (* 30. März 1958 in Trier; † 16. September 2017)[1] war eine deutsche Judaistin.

Nach dem Abitur 1977 in Trier studierte sie an der Universität zu Köln Judaistik, Geschichte und Anglistik. 1991 promovierte sie dort mit einer kommentierten Edition des Protokollbuchs der Jüdischen Gemeinde Trier von 1784 bis 1836. Von 1992 bis 1993 war sie im Verlag Ferdinand Schöningh tätig. Von 1993 bis zu ihrem Tode war sie Leiterin der Bibliothek Germania Judaica in Köln.[2] Sie gehörte der Projektleitung des von 2000 bis 2006 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts Compact Memory zur Digitalisierung jüdischer Periodika an.[3]

2002 gab sie eine Neuauflage des von Bertha Gumprich verfassten Kochbuchs der jüdischen Küche aus dem Jahre 1896 heraus.[4] 2003 veröffentlichte sie eine Monographie über den Jüdischen Friedhof an der Weidegasse in Trier und die mittelalterlichen jüdischen Grabsteine im Rheinischen Landesmuseum Trier.[5]

Für ihre Verdienste um die Bewahrung der Erinnerung an jüdisches Leben erhielt sie 2007 den Hermann-Münzel-Preis des Trier-Forums. [6]

Haller wurde am 6. Oktober 2017 auf dem Hauptfriedhof in Trier beigesetzt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige, Trierischer Volksfreund vom 2. Oktober 2017, abgerufen am 2. Oktober 2017.
  2. Emmanuel van Stein: Bücher ohne Hüter, Kölner Stadtanzeiger, 18. August 2005.
  3. Projektbeschreibung Compact Memory (Memento vom 6. Juni 2007 im Internet Archive)
  4. Weit mehr als „nur“ ein Kochbuch. In: Paulinus 2003, Nr. 26
  5. Grabsteine erzählen vom jüdischen Leben (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)
  6. 16 vor, 4. Juli 2007 (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]