Arndt von Rautenfeld

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Arndt von Rautenfeld in Chile 1938/39 während der Dreharbeiten für den Film Ein Robinson von Arnold Fanck

Arndt von Rautenfeld (* 26. April 1906 in Dorpat, Gouvernement Livland, Russisches Reich; † 1996[1] mutmaßlich in Berlin) war ein deutscher Kameramann.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arndt von Rautenfeld stammte aus der deutsch-baltischen Adelsfamilie Berens von Rautenfeld. Er war das zweite Kind von Viktor von Rautenfeld (1876–1935) und Cara von Rautenfeld, geb. Freiin von Loudon (1879–1960).[1] Er war der ältere, weitgehend unbekannte Bruder des Kameramanns Klaus von Rautenfeld. Nach einer foto- und kameratechnischen Ausbildung knüpfte er in der Wendezeit vom Stumm- zum Tonfilm erste Kontakte zur Kinobranche. 1932 erhielt er eine Rolle in dem Streifen Das Lied der schwarzen Berge, an dem auch Klaus beteiligt gewesen war.

Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs assistierte er verschiedenen Kameraleuten, darunter Georg Bruckbauer und Albert Benitz, aber auch seinem Bruder. Im Winter 1938/39 nahm ihn Arnold Fanck bei der „Bavaria-Fanck-Chile-Expedition“ nach Südamerika (Feuerland und Patagonien) mit. Dort war er an den Außenaufnahmen zu dem Film Ein Robinson – Tagebuch eines Matrosen beteiligt und freundete sich mit dessen ältestem Sohn Arnold Ernst Fanck an, der als Kameraassistent und Fotograf an der Produktion mitwirkte. Im Herbst 1939 holte ihn Luis Trenker für die Aufnahmen zu Der Feuerteufel.

Kurz nach dem Krieg fotografierte Arndt von Rautenfeld zunächst mehrere kurze Dokumentarfilme, als Kameramann für abendfüllende Kinofilme wurde er hingegen kaum verpflichtet. Seit den ausgehenden 1950er Jahren stand er, nunmehr in Diensten des SFB, nur noch bei Fernsehfilmen hinter der Kamera.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Kameramann bei Kultur-, Dokumentar-, Kurz- und abendfüllenden Kino- und Fernsehfilmen

  • 1947: Arbeit unter Wasser (auch Regie)
  • 1947: Kreis-Resident-Officer
  • 1948: A School in Cologne
  • 1949: Das Fräulein und der Vagabund
  • 1949: Die Brücke von Caputh
  • 1951: Berlin kommt wieder
  • 1951: Am Anfang war die Tat
  • 1951: Es geht nicht ohne Gisela
  • 1952: Der Kampf der Tertia
  • 1953: Das Mädchen mit den Schwefelhölzern
  • 1953: Horch auf die Musik
  • 1954: Alles für dich mein Schatz
  • 1957: Die Welt baut Berlin
  • 1958: Wie es euch gefällt
  • 1965: Romulus und Remus
  • 1966: Leben wie die Fürsten
  • 1966: Weiß gibt auf
  • 1967: Der Zauberberg
  • 1969: Mister Barnett

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, DNB 010075518, S. 581.
  • Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, DNB 451560752, S. 1358.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Karl Freiherr von Bothmer: Moskauer Tagebuch 1918. Hrsg. v. Gernot Böhme, bearb. von Winfried Baumgart. Schöningh, Paderborn u. a. 2010, S. 28, Anm. 91. Who’s who in Germany. Bd. 4, Teil 2. R. Oldenbourg Verlag, München 1972, S. 1172.