Arnold Knigge

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Arnold Knigge (* 23. April 1948 in Braunschweig) ist ein deutscher Jurist und ehemaliger Bremer Staatsrat (SPD).

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knigge ist das dritte Kind des Landwirtes Arnold Knigge und seiner Frau. Von 1954 bis 1958 besuchte er die Grundschule in Groß Brunsrode, einem kleinen Dorf bei Lehre zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Von 1958 bis 1967 besuchte er das Gymnasium der Neuen Oberschule in Braunschweig. Von 1965 bis 1966 nahm er am Schüleraustauschprogramm des American Field Service mit familiärer Unterbringung und Besuch der high school mit Abschlussdiplom in Südkalifornien teil.

Nach dem Abitur studierte er von 1967 bis 1972 Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg und an der Universität Freiburg im Breisgau. Er absolvierte von 1972 bis 1974 sein juristisches Referendariat. 1975/76 promovierte er zum Dr. jur. über das arbeitsrechtliche Thema Die Abstellung von Arbeitnehmern an eine baugewerbliche Arbeitsgemeinschaft. 1975 legte er das zweite juristische Staatsexamen in Baden-Württemberg ab.

Von 1976 bis 1992 erfolgte eine Tätigkeit als Referent und dann Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA) in den Gebieten Arbeitsmarkt, Arbeitsrecht, Rentenversicherung und Internationale Sozialpolitik.

Von 1983 bis 1990 nahm der Sozialdemokrat, beurlaubt beim BMA, eine Tätigkeit als Referent für Sozialpolitik bei der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag auf.

Staatsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1992 erhielt Knigge die Berufung zum Staatsrat beim Senator für Arbeit und seit 1999 beim Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales. Er war bis 1999 Vertreter von Arbeitssenatorin Sabine Uhl (SPD) und Arbeitssenator Uwe Beckmeyer (SPD) sowie seit 1999 bis Mitte 2006 der Senatorinnen Hilde Adolf (SPD), Christine Wischer (SPD) und Karin Röpke (SPD). Nachfolger in diesem Amt wurde Joachim Schuster (SPD). Während dieser Zeit nahm er verschiedene Aufsichtsratsmandate, unter anderem als Vorsitzender der Aufsichtsräte der vier städtischen Kliniken, als Mitglied des Verwaltungsrats und des Vorstands der Bundesanstalt bzw. Bundesagentur für Arbeit, wahr.

Weitere Ämter und Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2007 bis 2010 war Knigge Leiter eines beschäftigungspolitischen EU-Twinning-Projekts in Belgrad und seit 2007 ist er Lehrbeauftragter für kommunale Sozialpolitik an der Universität Bremen. Seit 2009 ist er Stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) -Kreisverbandes Bremen und Stellvertretender Vorsitzender der Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe und seit 2010 Gesellschafter der Beratungsgesellschaft HWB. Er ist zudem Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des DRK. Seit 2011 ist er ehrenamtlicher Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände Bremen (LAGFW).

Knigge ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Abstellung von Arbeitnehmern an eine baugewerbliche Arbeitsgemeinschaft. Dissertation 1976.
  • Kommentar zum Arbeitsförderungsgesetz. Nomos-Verlag, Baden-Baden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]